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Nagold Corona-Krise: Maskenpflicht am Berufsschulzentrum?

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Masken – und die Pflicht, eine zu tragen – sorgen immer wieder auch für Unmut. Foto: Beutler

Nagold - In Klassenzimmern gilt keine Maskenpflicht. Das sagt zumindest die Corona-Verordnung. Dennoch behaupten einige Schüler des Berufschulzentrums Nagold, dass sie im Unterricht Masken tragen müssen. Die Schulleitung äußert sich dazu.

In einem anonymen Schreiben an die Redaktion beschweren sich Schüler, dass das Berufsschulzentrum die Verordnung des Kultusministeriums verschärft habe. Sie müssten im Unterricht permanent Maske tragen, auch wenn es aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar sei. Außerdem dürften sie in den Pausen nicht raus. Wer sich nicht dran halten würde, müsse den Unterricht verlassen. "Wir sind am Verzweifeln", heißt es im Schreiben.

Auch andere Schüler – auf dem Schulhof befragt – gehen davon aus, dass im Klassenzimmer eine Maskenpflicht gilt und sind etwas verwundert. "Ich verstehe das nicht. An anderen Schulen wird auch keine Maske im Unterricht getragen", sagt ein Schüler. Andere sehen das Ganze nicht so kritisch. Als "nervig, aber sinnvoll" bezeichnet eine Schülerin das Maskentragen im Unterricht. Ein anderer meint: "Wenn ein Lehrer darauf besteht, dass ich meine Maske aufziehe, dann mach ich das. Für mich ist das kein großes Thema."

Doch müssen die Schüler im Klassenzimmer wirklich Maske tragen? Reinhard Maier, koordinierender Schulleiter des BSZ, widerspricht diesen Behauptungen. "Es gibt keine Maskenpflicht in den Unterrichtsräumen", sagt er. Es gelte für die ersten zwei Schulwochen eine freiwillige Selbstverpflichtung. Die Lehrer sind dazu angehalten die Schüler mit "Nachdruck zu bitten", auch im Unterricht Masken zu tragen.

"Wir wollen den Schulstart so sicher wie möglich gestalten und möglichen Schließungsszenarien vorbeugen", sagt Maier.

Das Tragen sei dennoch rein freiwillig und wer keine Maske trägt, werde auch nicht sanktioniert. Die Pausen in den Klassenräumen zu verbringen, sei ebenfalls nur eine Empfehlung. Wer nach draußen will, darf das auch. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen kann und einen Attest vorlegt, wird von der Maskenpflicht auf dem Schulgelände befreit, so Maier.

Verweis auf Empfehlung von Landkreis

Er verweist dabei auf die Empfehlung des Landkreises, der in diesem Fall Schulträger ist. "Diese freiwillige Selbstverpflichtung ist von der Gesundheitsabteilung des Landratsamts empfohlen worden, weil die Infektionsgefahr durch symptomlose Reiserückkehrer insbesondere nach den Sommerferien erhöht ist", heißt es in der Stellungnahme des Landratsamts.

Warum einige Schüler den Eindruck haben, dass es sich um eine Pflicht handelt, kann sich Maier nicht erklären. Da ansonsten auf dem Schulgelände Maskenpflicht gilt, könnten sie den Eindruck haben, dass das auch in den Unterrichtsräumen der Fall ist. Ein weiterer Faktor ist, wie Lehrer diese Empfehlung an Schüler weiterleiten. Das wurde allerdings in einer Gesamtlehrerkonferenz und in Besprechungen thematisiert.

Sollte es dennoch begründeten Verdacht geben, dass ein Lehrer seine Schüler zum tragen zwinge, werde die Schulleitung im Einzelfall auf den Lehrer zugehen und das Thema noch mal ansprechen, sagt Maier. "Bis dahin gehe ich aber davon aus, dass die Kollegen sich so verhalten, wie es abgemacht war."

Wie viele Schüler ihre Masken tragen, ist von Klasse zu Klasse unterschiedlich. In einigen werden sie konsequent aufgesetzt, in anderen sind es mal mehr mal weniger. Auch Eltern reagieren unterschiedlich. Laut Maier gab es bisher sowohl positive, als negative Rückmeldung zum Maskentragen im Unterricht.

Die eigentlichen Corona-Vorgaben werden von den Schülern weitestgehend befolgt.

Hier und da gibt es aber noch Handlungsbedarf, wie beispielsweise bei Gruppenbildungen nach Unterricht. "Da werden wir noch nachsteuern", kündigt Maier an.

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