Thomas erklärt: "Sie setzen den Notruf ab und führen anschließend ununterbrochen die Herzdruckmassage durch." (Symbolfoto) Foto: Köneke

Auf Beatmung kann verzichtet werden. Gesicht des Betroffenen sollte mit Tuch oder Kleidung abgedeckt werden.

Nagold - Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Nagold gibt Tipps zum Verhalten im Notfall während der Corona-Krise.

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Einen Notruf abzusetzen, sei das Minimum im Notfall , heißt es in einer Pressemitteilung. Das gelte auch während der Corona-Pandemie. "Der Ersthelfer sollte dabei jedoch immer auf seinen Eigenschutz achten und sich selbst nicht in Gefahr begeben", so Renate Thomas, Fachreferent für Erste Hilfe der Johanniter in Nagold.

Gesicht des Betroffenen mit Tuch oder Kleidungsstück abdecken

Sei der Verletzte an Corona erkrankt oder der Ersthelfer sei sich unsicher, könne aktuell auf die Beatmung verzichtet werden. Thomas erklärt: "Sie setzen den Notruf ab und führen anschließend ununterbrochen die Herzdruckmassage durch." Gleichzeitig könne das Gesicht des Betroffenen mit einem Tuch oder einem Kleidungsstück abgedeckt werden, um das Risiko einer Tröpfcheninfektion zu minimieren.

Falls der Ersthelfer selbst zur Corona-Risikogruppe gehöre, könnten andere Personen ermuntert werden, Erste Hilfe zu leisten. "Ist niemand in der Nähe, versuchen Sie, so gut es geht und mit angemessenen Sicherheitsabstand zu helfen", so Thomas. Ein Notruf sollte in jedem Fall abgesetzt werden.

Möchten Sie Ihr Wissen zu Erster Hilfe auffrischen, können Sie das bei der JohanniterUnfall-Hilfe online unter www.johanniter.de/corona-erste-hilfe tun. 

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