Haike Hausdorfs neues Buch erscheint in diesen Tagen.Foto: Schuster Foto: Schwarzwälder Bote

Buchvorstellung: In "Die Geister der Weihnacht gehen in Rente" wird es humorvoll und politisch

Es ist das neueste Buch einer Nagolder Autorin: In "Die Geister der Weihnacht gehen in Rente" von Haike Hausdorf wird der alte Klassiker von Charles Dickens "Weihnachtsgeschichte" neu belebt. Die Geister der Weihnacht suchen würdevolle Nachfolger.

Nagold. Zur Weihnachtszeit sind besonders die Klassiker der Literatur und des Films gefragt. Die Nagolder Autorin Haike Hausdorf hat sich für ihr neuestes Werk von der bekannten "Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens inspirieren lassen. Im Original suchen die Geister der Weihnacht den geizigen Ebenezer Scrooge heim. In dem Werk von Hausdorf wollen eben jene Geister nach mehr als 170 Jahren nun in den Ruhestand gehen und suchen würdige Nachfolger für ihre Arbeit.

Während Dickens Original 1843 erschien und die Missstände und Klassenunterschiede in England anprangerte, wird es in Hausdorfs Werk auch politisch, aber humorvoll. "In Dickens Original wechselt der Geist der Gegenwart jedes Jahr. In meinem Werk wollen die Geister der vergangenen und zukünftigen Weihnacht nun in Rente gehen", so Hausdorf. "Es ist ein klassisches Bewerbungsverfahren. Die neuen Geister suchen einen Beruf", meint die Autoin.

Zur Auswahl stehen zehn verschiedene Anwärter, die alle vom Charakter und Aussehen nicht unterschiedlicher sein können. "Die Gruppe ist ein bunt gemischter Haufen, jeder hat Macken und Defizite", meint Hausdorf. Die Anwärter sind schüchterne, sture oder ungeschickte Geister, können keine Angst einjagen oder sind schlecht gelaunt. Manche tragen einen Kilt und andere haben knallblaue Haare. "Innerhalb der Geister geht es um Mannschaftsgeist und das Zusammenwachsen. Sie müssen miteinander klar kommen. Es geht auch um Inklusion und Integration", sagt Haike Hausdorf. Auch ein Besuch beim Prime Minister steht für die Geistergruppe an.

Skurrile, schräge Fantasy mit humorvollen Klängen

Laut Hausdorf kann man das Werk in zwei Ebenen lesen. Zum einen die humorvolle Ebene, in der die Truppe durch ihre verschiedenen Verhaltensweisen zusammenwachsen müssen. Zum anderen die gesellschaftskritische Ebene. "Ein Thema ist das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und Ausbeutung." Aber auch zwischenmenschliche Beziehungen und deren Probleme werden angesprochen.

Haike Hausdorf eröffnet mit "Die Geister der Weihnacht gehen in Rente" ein neues Genre des Ashera Verlags. "Funtasy ist ein Zwischengenre. Es ist skurrile, schräge Fantasy mit humorvollen Klängen und weniger dramatisch aufgebaut. Es geht ganz allgemein um skurrile Geschichten, die im Bereich der Mythen, Sagen, Legenden angesiedelt sind", so die Autorin. Das Buch wird ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen.

Für die Fertigstellung des Werkes habe die Autorin drei Monate gebraucht. "Wenn eine Idee da ist und man den roten Faden hat, dann schreibt es sich schnell runter", sagt sie.

Haike Hausdorf liest gerne alle Genres, außer "harte Thriller". Ihren Roman definiert sie als "eine skurille Weihnachtsgeschichte in Anlehnung von Charles Dickens berühmter Erzählung".

Die Leser der Autorin können sich auch auf weitere Werke freuen. Eine Idee, die aber noch in den Kinderschuhen steckt, ist möglicherweise ein Roman im Sherlock-Holmes-Stil. Auch Ideen für einen zweiten Roman der Funtasy-Reihe oder ein Jugendbuch stehen noch ganz am Anfang. Die Leserschaft darf also gespannt in die Zukunft blicken.

Titel: Die Geister der Weihnacht gehen in Rente

Autor: Haike Hausdorf

Reihe: FUntasy

Verlag: Ashera Verlag (http://ashera-verlag.net)

Erscheinungsdatum: 21. November 2020

Genre: Belletristik, humorvolle Phantastik, Phantastik

Seitenzahl: 276

ISBN: 978-3-948592-29-5

Coverartwork: Atelier Bonzai

eBook: 4,99 Euro

Taschenbuch: 12,90 Euro

Das Buch ist ab 25. November beim SCM-Shop Nagold vorrätig, kann aber auch in allen anderen Buchhandlungen bestellt werden.

(ms). "Die Geister der Weihnacht gehen in Rente" von Haike Hausdorf ist nicht nur ein Buch für Menschen, die die Weihnachtsgeschichte von Dickens lieben oder eine leichte Lektüre für die Vorweihnachtszeit suchen. In ihrem Roman geht es um die Eigenarten der neuen Geisteranwärter und wie diese trotz äußerlicher und charakterlicher Unterschiede zusammenwachsen und eine Einheit bilden können. Mit Witz und Komik ausgestattet, erinnern die Geister auch an uns Menschen selbst und wie leicht wir doch andere Menschen verurteilen. Neben Premierministern und Exhibitionisten werden auch Workaholics von den Geistern bekehrt. Oftmals auch gespickt mit Allgemeinwissen über England und London im Besonderen ist dieses Buch ein Muss für alle Vorweihnachtsfans, die chaotische, aber liebendswürdige Geister kennenlernen wollen.

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