Familien mit Kindern von nah und fern machten sich auf die Suche nach den Goldmünzen. Foto: Fotos: Verein

"Charity Events": Schnitzeljagd für den guten Zweck ist ein großer Erfolg

Nagold. Eine interaktive Schnitzeljagd veranstaltete der gemeinnützige Nagolder Verein Charity Events Nagold. Zahlreiche Familien machten sich auf die Suche nach dem Goldschatz von Nagold, lernten etwas über die Geschichte der Stadt und lösten zahlreiche Aufgaben.

Um den Schatz zu finden, mussten die Kinder mit ihren Familien mehr als 15 Rätsel und Aufgaben lösen, bevor sie die versteckte Schatztruhe mit den Goldmünzen finden konnten. Die Schatzsuche, die als stadthistorisches Hörspiel aufgebaut war, führte unter anderem über den Alten Turm, das Steinhaus und die alte Kelterei. An jeder Station gab es eine fortlaufende Hörgeschichte, in der die Kinder den Abenteuern des kleinen Wurzelfauns Waldo, einem Fabelwesen aus dem Schwarzwald, durch Nagold folgen mussten. Dabei lernten die Kinder spielerisch zum Beispiel, dass in der heutigen Polizeistation früher die Zehntscheuer war und wie die Menschen vor hunderten Jahren in Nagold lebten.

Der Verein hat sich viel Mühe gegeben und mehrere Wochen Arbeit in das Projekt investiert. Marjan Rizzi, ein Künstler aus Frankfurt, erstellte Illustrationen von dem Fabelwesen, um die Reise für die Kinder anschaulicher zu machen. Auch die Erstellung der Geschichte und das Einsprechen benötigte viel Vorarbeit. Alessandro Ciardiello, der für die Geschichte verantwortlich war, saß allein über eine Woche daran, die Audiodateien professionell zu bearbeiten. "Das Feedback war unglaublich", betonte Patrick Walz, Vorsitzender des Vereins. "Die Familien hatten sehr viel Spaß und fragten schon nach, wann die nächste Schatzsuche stattfindet."

Die Schatzsuche lockte auch einige Besucher von außerhalb in die Stadt, die extra aus Karlsruhe und Stuttgart angereist waren, um an der Suche teilzunehmen. Trotz des unbeständigen Wetters nahmen circa 100 Kinder mit ihren Familien an der Schatzsuche teil.

Am Ende konnten die Kinder die gefundenen Goldmünzen an der Startstation der Schnitzeljagd abgeben und bekamen ein kleines Überraschungspaket mit Süßigkeiten und einem Glücklos, mit dem man bei der abschließenden Verlosung einen Familienausflug in einen Freizeitpark gewinnen konnte.

Die Teilnahme an der Schnitzeljagd war kostenlos, aber der Verein bat um Spenden für den Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen. "Wir sind wirklich sehr dankbar, dass so viele Menschen freiwillig gespendet haben", dankte Walz. Auch wenn die genaue Spendensumme erst bei der Scheckübergabe veröffentlicht wird, kann der Vorsitzende aber schon eines verraten: "Mit so einer Spendenbetrag hätten wir nicht gerechnet."

Auf die Frage, ob es in Zukunft eine weitere Schatzsuche geben wird, sagt Walz nur schmunzelnd, "bei so einem Feedback ist das ja schon fast ein Muss".