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Nagold Auch Streiten will gelernt sein

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Foto: Hermann Foto: Schwarzwälder Bote

Beim diesjährigen Regionalfinale von "Jugend debattiert" haben acht Schüler im Kubus zwei Streitfragen öffentlich ausgetragen. Vier von ihnen belegten in ihrer jeweiligen Kategorie die ersten beiden Plätze – sicherten sich damit die Tickets für die Landesqualifikation, die im März in Stuttgart stattfinden wird.

Nagold. "Demokratie lebt vom Streit", hat der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker einst gesagt – getreu diesem Zitat ging es im Kubus heiß zur Sache. "Soll in Nagold der Klimanotstand ausgerufen werden?" Über diese Frage diskutierten die Schüler der Sekundarstufe zwei Jovana Milicevic, Anastassia Konavko, Luisa Koske und Paul Kawerau.

Das Für und Wider der Fragestellung, ob Randalierern bei Sportveranstaltungen der Führerschein entzogen werden sollte, wägten Ria Stahl, Aurelia Faßnacht, Enes Gül und Vincent Skalicki, allesamt Schüler der Sekundarstufe eins, ab.

Bei der Bewertung der Redebeiträge achteten die Jury-Mitglieder Laura Lehner, Heike Müller, Anna Wahl, Simon Klohr, Markus Matern und Raphael Wiedemann insbesondere auf vier Dinge. Wer Sprachkenntnis mit Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft vereinen konnte, hatte beste Aussichten für eine gute Platzierung.

Junior-Big Band unterhält Publikum

Nach jeder Debattenrunde zog sich die Jury für etwa eine Viertelstunde zur Beratung zurück. Während dieser Zeiten wurde das Publikum von der Junior-Big Band des OHG unter der Leitung von Ralf Brauer mit Swing- und Soul-Songs wie "Hit the Road Jack", "It Don’t Mean a Thing" oder "What I’d Say" musikalisch unterhalten.

Die Debattanten bekamen von den Jurymitgliedern neben einer allgemeinen Rückmeldung zum Verlauf der Debatte insgesamt auch jeweils ein individuelles Feedback, wobei die gelungenen wie auch die optimierungsbedürftigen Aspekte angesprochen wurden.

Bei der Debatte der Sekundarstufe eins blieb der Jury unklar, inwieweit die bereits bestehende Hausverbotsregelung in Stadien und die zur Debatte stehende Führerscheinentzug in einem Zusammenhang stünden – ob also der Führerscheinentzug die Hausverbotsregelung ersetzen sollte oder als Ergänzung zu ihr gedacht sei. Darüber hinaus hätte es die Jury gut gefunden, wenn auch auf den Sinn und Zweck von Strafen eingegangen und dabei geklärt worden wäre, ob der Entzug des Führerscheins als eine präventive Maßnahme oder als eine Art Vergeltungsakt gedacht sei, so Juryvorsitzender Markus Matern.

Debattanten erhalten einige Tipps

Den ersten Platz bei der Finaldebatte der Sekundarstufe eins belegte Ria Stahl, auf dem zweiten Platz landete Enes Gül.

Bei der Finaldebatte der Sekundarstufe zwei, bei der es um die Frage ging, ob in Nagold der Klimanotstand ausgerufen werden sollte, erhielten die Debattanten einige Tipps. So wurden sie darauf hingewiesen, ihre Beiträge künftig etwas konkreter zu gestalten und dabei ihre Gedanken schneller und klarer "auf den Punkt zu bringen".

Jovana Milicevic und Paul Kawerau konnten bei der Finaldebatte der Sekundarstufe zwei die Jury in besonderer Weise überzeugen und ergatterten sich die Teilnahmeberechtigung für die Landesqualifikation in der Landeshauptstadt.

Bevor es dort hingeht, werden die vier Gewinner im März an einem dreitägigen Regionalsieger-Seminar auf der Burg Bad Liebenzell teilnehmen, wie der Juryvorsitzende Markus Matern anmerkte. Dort sollen die Debattanten ihre rhetorischen Fähigkeiten verfeinern, um für die Landesqualifikation in Stuttgart bestens gewappnet zu sein.

Seine Meinung "mutig" vertreten

Birgit Maier vom städtischen Amt für Bildung und Betreuung vertrat den kurzfristig verhinderten Oberbürgermeister Jürgen Großmann und wies auf die Wichtigkeit von "offenem Austausch und fairer Kommunikation" hin. Darum gehe es bei "Jugend debattiert" schließlich auch: seine eigene Meinung zu bilden, sie mit Fakten und rhetorischem Geschick "authentisch und mutig" zu vertreten, aber auch ein offenes Ohr für das Gegenüber zu haben, auf die Argumente der Gegenseite einzugehen und sie in den eigenen Standpunkt miteinzubeziehen.

Manuel Dürr sprach als Vertreter der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg und bemerkte, dass "Jugend debattiert" die Recherchekompetenz, das Einander-Zuhören, die Schlagfertigkeit und nicht zuletzt die Persönlichkeitsentwicklung fördere. Aus diesem Grund habe man "Jugend debattiert" in den vergangenen Jahren "sehr gerne" unterstützt.

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