Die Zellerschule startet diese Woche in den Wechselunterricht.Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Zellerschule: SPD informiert sich

Nagold. In der vergangenen Woche trafen sich Landtagskandidat Philipp Göhner und die SPD-Gemeinderatsfraktion Nagold in einem Zoom-Meeting mit dem Rektor der Zellerschule Ulrich Schubert. Philipp Göhner war es wichtig, sich über alle Schularten zu informieren. Er persönlich, sei auf keiner Gemeinschaftsschule gewesen und interessiere sich deshalb umso mehr für diese Schulart, die inzwischen an mehr als 300 Standorten etabliert ist.

Zu Beginn des Austauschs arbeitete Rektor Schubert die Unterschiede der Zellerschule zu anderen Schularten heraus. Die Schüler lernen gemeinsam an einer Schule, obwohl sie sich auf unterschiedliche Abschlüsse vorbereiten. Die endgültige Festlegung auf den angestrebten Schulabschluss erfolge erst in Klasse 8. "Unser Ziel ist es, dass die Kinder und Jugendlichen hier an der Zellerschule ihr volles Potential entfalten können", so Schubert.

Drei schulpolitische Schlagzeilen formulierte Ulrich Schubert im Folgenden. Die erste Schlagzeile betrifft die Gemeinschaftsschulen: "Coaching – zwei Wochenstunden Direktzuweisung". Dieses wichtige Element des Gemeinschaftsschulkonzepts sei von zentraler Bedeutung für die individuelle Lernentwicklung der Schüler. Die Lehrkraft berät in diesen regelmäßigen Gesprächen in allen Fragen, die im Zusammenhang mit dem Lernen stehen. Schubert betont weiter: "Daneben gibt es ein sehr umfangreiches Elternberatungskonzept an unserer Schule. Wir wollen Bildung und Erziehung gemeinsam gestalten und die Schülerinnen und Schüler so gut wie möglich fördern."

Mit der zweiten Schlagzeile: "Spatenstich – Sanierung der Zellerschule 2021" wurde das Thema Schulsanierung Zellerschule angesprochen. Stadtrat Daniel Steinrode und Stadtrat Marco Ackermann pflichteten ihm hier sofort bei. Steinrode machte klar: "Unser Fokus liegt auf den Schulen, nicht auf Parkplätzen."

Schuberts dritte Schlagzeile war der Digitalisierung der Schulen in Nagold gewidmet: "Digitalisierung – Nagolds Schulen jetzt in der Champions League". Sowohl bei der Versorgung mit schnellem Internet und WLAN in den Schulgebäuden als auch bei der Beschaffung digitaler Endgeräte und moderner Präsentationstechniken in den Klassenräumen sei noch Luft nach oben. Marco Ackermann bekräftigte hier die Forderung der SPD: "Wir brauchen einen digitalen Hausmeister für die Schulen in Nagold." Philipp Göhner unterstützte diesen Ansatz und verwies auf Erfolge anderer Kommunen wie Altensteig, Wildberg und Calw.

Notbetreuung für 30 Kinder

Nachdem Ulrich Schubert seine drei Schlagzeilen präsentiert hatte, wollte Göhner noch wissen, wie der aktuelle Schulbetrieb von statten ginge. Schubert berichtete, dass es im Moment eine Notbetreuung für 30 Kinder gebe. Die anderen Schüler nehmen von Zuhause am Fernunterricht teil. Für einige Kinder habe man digitale Endgeräte organisieren können.

In der nächsten Woche werde man mit dem Wechselunterricht in den Klassen 1 und 2, sowie 9 und 10 beginnen. Digitaler Fernunterricht, Wechselbetrieb und Notbetreuung bringe eine große Mehrbelastung der Lehrkräfte mit sich. Dennoch zeigte sich Schubert optimistisch, diese Situation zusammen mit seinen engagierten Kollegen und der Unterstützung des Youz Nagold zu meistern.

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