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Nagold 30-jähriger muss 2000 Euro Strafe zahlen

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Das Amtsgericht in Nagold beschäftigte sich mit einem Fall aus dem Sozialmilieu. Foto: Bernklau

Nagold - Wer ohne Beschäftigung ist und staatliche Leistungen bezieht, darf zwischendurch arbeiten, muss das aber dem Amt melden. Das hat ein 30-Jähriger aus Nagold versäumt und landete deshalb vor Gericht. Mit der verhängten Strafe von 50 Tagessätzen zu 40 Euro war er einverstanden.

Der gelernte Fliesenleger hatte sich arbeitslos gemeldet, war aber vom 26. September 2017 bis 5. November 2017 bei einer Leihfirma in Stuttgart-Leinfelden tätig und hat 1268 Euro verdient. Davon hätte er die Bundesagentur für Arbeit in Kenntnis setzen müssen. Weil das nicht geschehen ist, hat sich der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft einen unberechtigten Vermögensvorteil verschafft.

Anklägerin fördert "empfindliche" Strafe

Inzwischen hat der 30-Jährige das in dieser Zeit bezogene Arbeitslosengeld zurückgezahlt, ist jetzt bei einer Firma beschäftigt, verdient monatlich 1800 Euro netto und seine Frau zusätzlich 450 Euro. Wegen eines gescheiterten Autogeschäft zahlt der Nagolder jeden Monat Schulden ab. Im Bundeszentralregister steht eine Voreintragung wegen Betrug - verurteilt wurde der Angeklagte damals zu einer Geldstrafe von 3000 Euro. Sein Fehlverhalten gab der Fliesenleger diesmal ohne Umschweife zu.

Die Staatsanwältin warf ihm vor, bei zwei Nachfragen der Bundesagentur behauptet zu haben, keiner Beschäftigung nachzugehen. Deshalb beantragte sie in ihrem Plädoyer eine "empfindliche" Geldstrafe.

Richter Martin Link verurteilte den 30-Jährigen zur Zahlung von 2000 Euro, die in monatlichen Raten "abgestottert" werden können.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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