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Nagold 2030 noch 19,5 Pfarrstellen im Kirchenbezirk Nagold

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Dekan Ralf Albrecht: "Jetzt ist die Zeit, die Weichen zu stellen." Foto: Schwarzwälder Bote

Nagold. "Jetzt ist die Zeit, die Weichen zu stellen, um den demografischen Wandel in unseren Gemeinden und in der Pfarrerschaft der Landeskirche aktiv anzugehen." Mit diesen Worten begründete Nagolds Dekan Ralf Albrecht die Notwendigkeit der Pfarrstellenplanung.

Die Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Nagold beschäftigte sich im Remigiusgemeindehaus Nagold mit dem zukünftigen Pfarrstellenkonzept. Und stellte die Weichen dafür, dass mit abzubauenden Pfarrstellen auch Strukturanpassungen in den Blick genommen werden.

Zum Ende des Jahres 2024 verliert der Kirchenbezirk Nagold etwa zehn Prozent seiner Pfarrstellen. 2,5 Pfarrstellen müssen in der Region also gestrichen werden– "weit unter Landesdurchschnitt", wie es in einer Pressemitteilung heißt.

In einem "intensiven Gesprächs- und Verständigungsprozess" fiel die Entscheidung folgendermaßen aus. Eine Pfarrstelle wird im Bereich Wart/Ebershardt und Rotfelden/Wenden gestrichen – und die Kirchengemeinden arbeiten enger zusammen. Eine weitere Stelle verliert der Norden der Region, rund um die Kommune Wildberg, speziell mit Gültlingen und Sulz am Eck. Außerdem wird im Bereich Hochdorf-Schietingen-Vollmaringen eine halbe Pfarrstelle eingespart.

Weil diese Einschnitte vergleichsweise stark sind, wurde auch schon der kommende Pfarrplan 2030 mit ins Auge gefasst und so weit nach vorne geblickt. So wird zum Ende 2030 auch noch eine Pfarrstelle im Bereich Grömbach-Wörnersberg und Altensteigdorf-Berneck wegfallen. Dort bietet sich ein gemeinsamer Verbund mit Altensteig an.

Und Rohrdorf und Walddorf werden zu einer gemeinsamen Pfarrstelle zusammengehen. Mindersbach wird dann ab 2030 von Ebhausen aus versorgt. Außerdem bringt das Jahr 2030 einen Gemeindeverbund Ober- und Unterschwandorf, Beihingen und Bösingen und somit die Einsparung einer weiteren 75-Prozent-Pfarrstelle. Stand dann: 19,5 Pfarrstellen im Kirchenbezirk Nagold.

Es war der Bezirkssynode wichtig, langfristige, verlässliche und bewältigbare Pfarrstellenveränderungen anzudenken. Und zugleich auch etwas gegen den Trend zu tun. So wurde im Bereich des Kirchenbezirks Nagold schon seit Herbst 2017 ein neues Projekt initiiert: "Plan B – Beziehungen stärken." Dieses Programm zur Mitgliederentwicklung, Gewinnung und Stärkung soll konkrete Projekte anstoßen, die die Begegnung von Kirchenfernen im Blick auf Themen von Kirche und Glaube ermöglichen.

Ein erstes konkretes Projekt ist schon in Planung: geistliche Wege gehen – geistliches Wandern und Pilgern in Kooperation von Kirchen-Begehungen, Wanderungen, geistlichen Erlebnissen. Ein Kernteam arbeitet intensiv an diesem spirituell-touristischen Konzept für die Region. Und erste Ergebnisse sind bis Sommer 2018 zu erwarten.

So waren sich die Synodalen dann weitgehend einig: der Pfarrplan ist schmerzlich, notwendig, und soll die Gemeinden anhalten, sich zukunftsfähig näher zusammen zu tun. Verabschiedet wurde er schließlich mit sehr großer Mehrheit.

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