20. Auflage der Rocknacht in der Alten Seminarturnhalle. Die Party geht weiter.
Nagold - Zu ihrem Jubiläum tat die Rocknacht das, was sie am besten kann: Ordentlich auf die Pauke hauen. Daran änderte sich auch bei der 20. Auflage in der Alten Seminarturnhalle in Nagold nichts.
Mit einem Knall wollte "Dayrot" als letzte der vier auftretenden Bands die Jubiläums-Rocknacht beschließen und erfahrungsgemäß konnte Nagolds Trumpf in puncto Metall dieses Versprechen auch halten. "Hallo, wir sind Tokyo Hotel", frotzelte Sänger Jens Van Der Ven zwar zu Beginn des Gigs, "und das ist unser Song "Durch den Monsun". Aber was dann folgte, hatte wenig mit Kuschel-Rock zu tun.
Kein Wunder: Zur 20. Auflage ließ es sich "Dayrot" mit ihrem Gitarristen Chris Schäfer – einer der Chef-Organisatoren der Rocknacht – nicht nehmen, vor heimischen Publikum selbst für den Höhepunkt zu sorgen und diesem Anspruch auch gerecht zu werden. Den Beginn machte die Trash-Metal-Band "Fateful Finality", die ebenfalls aus dem Kreis Calw stammt. Mit ihrem Debut-Album "King of Torture" hatte sie bereits für viel Wirbel gesorgt und bestätigte ihren guten Ruf in der Alten Seminarturnhalle.
Der Gewinner des "New Academy of music"-Song-Contest, "Sons of Sounds", aus Karlsruhe – knüpfte mit hartem Rock’n’Roll nahtlos daran an. Vor dem "Dayrot"-Auftritt gab sich dann "Crystal Crow" die Ehre. Auch sie reisten von Karlsruhe an die Nagold und mischten auf der Bühne Aggression mit Melancholie.
Mit der 20. Rocknacht blieben die Organisatoren aus den Reihen des Fördervereins der Alten Seminarturnhalle ihrem Konzept treu, aufstrebenden Bands die Möglichkeit zu geben, sich vor einem großen Publikum präsentieren zu können. Umso besser, dass es zum Jubiläum in der Alten Seminarturnhalle noch etwas enger zuging als ohnehin schon. Das beweist: Die Rocknacht bleibt ein Erfolgsmodell und ein Garant für guten Metall in der Region.