Polizei, Zoll und Finanzamt haben am Freitagmittag Details zur Razzia am Donnerstag veröffentlicht – unter anderem gab es Einsätze in Offenburg, Oberkirch und Achern.
Einsatzkräfte der Ermittlungsgruppe „Aceton“ des Hauptzollamts Lörrach, der Bundespolizeiinspektion Offenburg sowie des Finanzamts Freiburg-Land haben am Donnerstagabend insgesamt 40 Durchsuchungsbeschlüsse, vier Haftbefehle und fünf Vermögensarreste über einen Gesamtbetrag von mehr als einer halben Million Euro umgesetzt.
Einsätze gab es laut gemeinsamer Mitteilung der beteiligten Behörden im Ortenaukreis, in Baden-Baden, den Landkreisen Calw, Böblingen, und Lörrach sowie im Zollernalbkreis, im Enzkreis und im Stadtgebiet Berlin. Laut Dieter Hutt, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Offenburg, fanden Durchsuchungen unter anderem in Offenburg, Oberkirch und Achern statt.
Die Maßnahmen richten sich gegen insgesamt elf Verdächtige und wurden von rund 600 Einsatzkräften des Zolls, der Bundespolizei, des Finanzamts und weiteren Partnerbehörden durchgesetzt.Die Offenburger Bundespolizei war mit 250 bis 300 Beamten im Einsatz.
Ob es Festnahmen in der Ortenau gab, ist noch offen
Vier Beschuldigte sollen im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden – ob es auch im Ortenaukreis Festnahmen gab, konnte der Bundespolizeisprecher am Freitagmittag nicht sagen. Eine Person sei in Baden-Baden festgenommen worden.
Bei den Beschuldigten handelt es sich um Unternehmer der Gastronomie sowie der Kosmetikbranche, welche im Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, der Ausbeutung von Arbeitskräften, des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt sowie der banden- und gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung stehen.
„Konkret wurden an nahezu allen Orten Nagelstudios, Restaurants und Wohnunterkünfte durchsucht“, so Hutt. Bei den mutmaßlich eingeschleusten Ausländern handele es sich hauptsächlich um Menschen aus Vietnam.