Die Neue Tonhalle wird zum Vergnügungspark: Die Hexenzunft Villingen begeistert mit Nonstop-Programm, Nachwuchstalenten und echtem Jahrmarktgefühl.
Der Plan ging auf: Die Hexenzunft Villingen machte sich die nahezu mystische Anziehungskraft der Freizeitparks zunutze. Die Neue Tonhalle wurde an zwei Abenden hintereinander zum Vergnügungspark – und der musste jeweils wegen der Gefahr einer Überfüllung vorzeitig schließen, so groß war der Andrang.
Wem der Zutritt gelungen war, der erlebte ein Jahrmarktspektakel mit allem drum und dran, das zu einem derartigen Ereignis dazugehört. Eingebettet zwischen stimmungsvollen, eruptiven Tänzen, Liedern und musikalischen Darbietungen war die Geschichte von Jugendlichen, die sich auf ihrem Trip durch den Park auf die Suche nach einer mysteriösen Puppe machten, die angeblich dort seit Jahren vergraben sein sollte. Doch bis zu ihrem Fund hatten sie einige Abenteuer zu überstehen und machten viele Begegnungen mit Gauklern, Wurfbudenbesitzern, Bauchladenverkäufern oder Zauberern. Eben mit so ziemlich allen, die zu einem solchen Freizeitpark dazugehören – nur die Puppe blieb verborgen.
Kurzweilige Achterbahnfahrt
Sogar die Entstehung einer neuen Liebe inklusive des Wandels vom Kind gebliebenen Jugendlichen zum Mann erlebten sie – und mit ihnen ein begeistertes Publikum.
Die Hexenzunft lenkte mit einem non abwechslungsreichen Non-Stopp-Programm die Aufmerksamkeit der Gäste von Anfang an auf den vergessenen Park. Es war eine kurzweilige Achterbahnfahrt – und im wahrsten Sinne, denn im Hintergrund war nicht nur eine „echte“ Achterbahn zu bewundern, sondern auch beim Bau der anderen Kulissen wurde darauf geachtet, ein möglichst authentisches Jahrmarktgefühl zu wecken. Weder Kosten noch Mühen wurden gescheut um ihrem Publikum ein mitreißendes närrisches Unterhaltungsangebot zu bieten.
Die Narrenzunft schöpfte aus dem Vollen und war sich dabei des reichhaltigen Pools an Nachwuchstalenten und Routiniers sicher, die jeden Hexenball zu einem Ereignis machen.
Ein Blick in die Zauberkugel der beiden Wahrsager Mike Gildner und Slobodan Vesovic schärfte zum Auftakt die Sinne für einige Änderungen die inner- und außerhalb der Narretei in den kommenden Monaten bevorstehen könnten. Danach folgten Aufführungen, welche die die beben ließen. Eine von ihnen bot Nico Herbst, der sich mit seinem Gesangstalent als Entertainer und Botschafter des Abenteuerlandes Jahrmarkt erwies. Mit seiner Version des Pur-Hits sorgte er dafür, dass es kaum noch jemanden auf seinem Sitzplatz hielt.
Von Tanzkäpsele und einer Boygroup
Herbst begegnete gemeinsam mit Marleen Liebert, Nadeem Saaman und Alexander Köppe auf der Suche nach der mysteriösen Puppe weiteren Attraktionen, die ein Garant für eine tolle Stimmung in Dauerschleife waren. So waren es die Nachwuchshexen der Tanzkäpsele oder auch das debütierende junge Gesangsduo mit Gabriel Gilder an der Gitarre und Simon Brüderle am Schlagzeug, die die Herzen des Publikums jäh eroberten.
Tänzerische Finesse des Damen- und der Tanz aus der Unterwelt des Männerballetts hielten den Stimmungspegel am Siedepunkt ebenso wie die viel umjubelte Hexenband oder der Tanz der Reversi.
Nach ihrem Erfolg im Vorjahr entzückte die Boygroup mit einer Zaubershow, die sie direkt zu ihren Wurzeln zurückführte, die ganz offensichtlich im gesanglichen Bereich lagen. Der Tanz der Sarabellos und der mystisch-fesselnde Hexentanz beendete das Ballspektakel. Erfrischend wirkte das durchgängige Programm, welches zu keinem Zeitpunkt ins Stocken geraten war.