Mit viel Kreativität, Humor und ausgelassener Stimmung verwandelte sich Wiechs am Wochenende in eine Hochburg närrischen Treibens.
Tausende Besucher säumten den Buurefasnachtsumzug am Wiechser Buckel. Die Gäste standen in mehreren Reihen hintereinander, um sich den bunten, lauten und fröhlichen Umzug nicht entgehen zu lassen.
Die Besucher standen auch am Straßenrand und genossen die letzte närrische Zeit der diesjährigen Fasnachtskampagne. Als Rekord konnten in diesem Jahr 48 Cliquen begrüßt werden, darunter einige Musikvereine sowie schräge und lautstarke Guggemusiken. Mehr als 1200 Hästräger waren angemeldet. Grund hierfür war der Ausfall des Umzugs der HaBuFa aus Hasel – und so mussten einige Cliquen umdisponieren und in Wiechs mitlaufen. Dort waren sie willkommen, was die Ausgelassenheit der Zuschauer bewies. Zentnerweise Süßigkeiten fanden neue Besitzer, und manch ein Zuschauer kam in den unfreiwilligen Genuss einer Konfetti-Dusche.
Stadtpark als „müde Lade“
Prinz Michael der Erste von Hinteführe grüßte von der Bühne. WiBuFa-Poet Lotti Gisin und Fritz Streule hatten alle Mühe, die sensationellen Ereignisse des Jahres auch in der „Vorstadt“ Schopfheim zu schildern. So erhielt der „Hexezinke us Gündehuuse“ einige gereimte Verse als Prolog. Ein Mottowagen beschrieb närrisch den Stadtpark als „müde Lade“, ging auf die Vogelvoliere ein und stellte fest: „Wellness im Park, finde mir eifach hexestark.“ Auch die Narrenzunft Schopfheim wurde mit närrischen Reimen begrüßt, ebenso deren Städtle-, Schlattholz-, Sterne und Aumazinke.
Mächtig ins Zeug gelegt
Auch für die Mottowagen der WiBuFa hatten sich die Aktiven mächtig ins Zeug gelegt. Der erste Mottowagen namens „Ne schöni Sauerei“ zeigte die missglückte Einrichtung einer Autowerkstatt von Stefan Leder, dem Betreiber Mercedes-Benz Kestenholz, der seine Firma aufgegeben hatte und nun eine neue Werkstatt einrichtete. Auf dem Wagen wurde närrisch demonstriert, dass alles schiefging, was überhaupt schiefgehen konnte. Da platzten Wasserrohre und spritzten defekte Schläuche, und das Ölwasser verschmutzte die Werkstatt. Der Mottowagen namens „Blöd glaufe“ schilderte humorvoll das Versagen des Eier-Verkaufsautomatens von Arne Wagner und dessen nicht geglückte Reparatur, wonach sich sämtliche Eier in Spiegeleier verwandelten. Rund zwei Stunden lang durften sich die Narren an dem bunten Spektakel und der großartigen Narrenschau erfreuen.