Mit rund 70 Narrenzünften haben die Schloßbühl-Jäger am Sonntag ihren 33. Geburtstag gefeiert.
Schloßbühl-Jäger und Ranzengarde haben die „Wilde Nacht“ am Samstag in der Sulzberghalle gut überstanden. Nicole Baur, Ortsvorsteherin des größten Lahrer Ortsteils und eine der Vorstände der Narren, war um 13.46 Uhr guten Mutes – von Heiserkeit keine Spur. Als der Umzug pünktlich um 14.01 Uhr begann, wagte sie dann auch den einen oder anderen kurzen Tanz mit Hästrägern der insgesamt rund 70 Narrenzünfte, die am Sonntag gekommen waren, um den Geburtstag mit den Narren und vielen Besuchern zu feiern.
Allen voran marschierten die Guggemusiker des Sulzer Musikvereins. Da etliche der Schloßbühl-Jäger als Ordner im Einsatz waren, waren eher die „Narresome“ unterwegs. Das machte aus Sicht der Betroffenen keinen Unterschied – auch der Nachwuchs der Sulzer Narren beherrscht den Umgang mit Konfetti souverän.
Zünfte aus den anderen Lahrer Stadtteilen erwiesen dem Geburtstagskind die Referenz, darunter die Richebacher Schutterschlurbi, die Kuhbacher Kühe, die Mietersheimer Schärmies und die Lahrer Laubenhexen. Ebenso mit dabei waren Zünfte aus Nah und Fern. Eine Gruppe Hexen hatte das Versprechen mitgebracht, ein Fass voll Konfetti unter die Zuschauer zu bringen. Es gab zum Trost dafür auch Bonbons, nicht nur für die Kinder am Rande des Geschehens.
Ein anderes Bonbon gab es beim Zunftmeisterempfang im Rathaus vor dem bunten Treiben. Bekanntlich gehört die schwäbisch-alemannische Fasent seit dem Jahr 2014 zum immateriellen Weltkulturerbe. Nach, laut Urkunde, „sorgfältiger Prüfung“ dürfen nun auch die Schloßbühl-Jäger und die Ranzengarde stolz dieses Siegel führen.
Rathaussturm
Der nächste närrische Termin in Sulz ist der Rathaussturm am Schmutzigen Donnerstag (12. Februar). Die Narren übernehmen dann die Macht bis am Aschermittwoch alles wieder vorbei ist.