Die jetzigen Mitglieder der Schlosseulen posierten zusammen mit ehemaligen Schlosseulen für ein Gruppenbild. Foto: Andreas Wagner

Zum Auftakt der Fasnet fanden sich im Gemeindesaal viele originell verkleidete Gäste ein.

Am „Schmotzigen“ begann auch in Dießen endlich wieder die fünfte Jahreszeit. Der Narrenverein Dießen (NVD) hält sich dabei stets bewusst an seine Traditionen.

 

So wurde nach der traditionellen Narrenmesse der Narrenbaum in Dießen aufgestellt und die närrischen Gesetze verlesen. Am späten Abend fanden sich die Dießener dann im Gemeindesaal ein, um den Auftakt der 162. Dießener Fasnet zu feiern. Wie gewohnt wurde der Saal für das närrische Spektakel wieder liebevoll entsprechend dem Motto des Abends dekoriert.

Dieses lautete heuer „50 Jahre Eulenpracht, 40 Jahre Geisternacht – Im Fasnetswald wird durchgemacht“. Dementsprechend warfen sich die Dießener auch in Schale und verkörperten letztlich verschiedene Waldbewohner. Sie feierten das Jubiläum der Schlosseulen und des Schlossgeistes.

In diesem Fasnetswald machten die Waldbewohner die Nacht zum Tag. Foto: Andreas Wagner

Ob tierisch, menschlich oder gar als märchenhafte Gestalten kamen die Narren im Gemeindesaal zusammen, wo das Duo „Die 2 Hofemer“ (Tobias Badstübner und Maik Ramsperger) bestens musikalisch für Stimmung sorgte. Ferner wartete auf alle ehemaligen Schlosseulen und Schlossgeister ein Freigetränk, womit die Narren auf den Geburtstag der beiden Figuren anstoßen konnten. Am närrischen Sonntag dürfen sich die Dießener auf den Bürgerball freuen, der um 20 Uhr im Gemeindesaal stattfindet.

Liebevoll gemachte Verkleidungen zum Thema Wald konnte man einfach nur bewundern. Foto: Andreas Wagner

Am Rosenmontag startet pünktlich um 13.30 Uhr der Umzug der Narren durch den Flecken. Der Dießener Umzug ist ein Geheimtipp unter den Narren: zahlreiche Motivwagen, Gruppen und Musikkapellen werden sich dem „Büttel“ anschließen und durch die Straßen ziehen. Nach dem Umzug findet die traditionelle Fasnetspredigt statt, in der auch die geheimsten Geschehnisse und Peinlichkeiten des Ortes preisgegeben werden.