Ein echt närrisches Quartett. Von links Ringvize Tobi Welte, Laudator Thorsten Spörl, Laternenempfänger Ferdinand Truffner und Ringpräsident Thomas Fischer. Foto: Klaus Ranft

Mit einem gelungenen Auftakt in die närrische Kampagne gestartet, sind die Vertreter der 26 Narrenzünfte des Närrischen Freundschaftsrings Neckar-Gäu in Salzstetten.

Dort stand der vierte närrische Frühschoppen auf der Tagesordnung und Ringpräsident Thomas Fischer freute sich über die gute Resonanz bei seinem „Heimspiel“.

 

Zunächst galt es allerdings noch einige Regularien das Ringtreffen in Empfingen und andere Veranstaltungen betreffend zu tätigen, bevor man zum Höhepunkt des Tages überging und das war zweifellos die Verleihung der Ringlaterne an den „närrischen Bürgermeister“ von Empfingen, Ferdinand Truffner, der natürlich im hohenzollerischen. schwarz/weißen Narrenratshäs gekommen war.

Dieser sei bekannt, als Asterix vom Zollern Land, reimte Thomas Fischer und weiter: „Er regiert dort wie der Hahn im Korb, in Klein – Gallien, an der Autobahn, direkt neben Horb“. Es gebe dort eine bewohnbare Autobahnausfahrt mit Streifen vom Zebra, man nenne sie auch den Parkplatz von Betra.

Verleihung der Neckar-Gäu-Laterne an Truffner

Schlussendlich bekam der zu so hohen närrischen Ehren anstehende Empfinger Rathauschef auch noch den Grund für seine Auszeichnung mit den Worten mitgeteilt: „Als echter Narr im Zollernland, kenne man den Ferdinand, man verleihe im auch gerne, heut die Neckar- Gäu-Laterne“.

Ließ künstliche Intelligenz über den Lautsprecher, Laudator Thorsten Spörl. Foto: Klaus Ranft

Dann übergab Fischer das Zepter an den letztjährigen Laternenempfänger Thorsten Spörl, den Vizepräsidenten des Narrenfreundschaftsringes Zollern-Alb, der das Kunststück schaffte, als Laudator fast gar nichts zu sagen und dafür auf seinen Lautsprecher verwies, aus dem Dank künstlicher Intelligenz Lobeshymnen per Song für Truffner ertönten. Dafür gab es dann auch langanhaltenden Beifall.

Der Schultes selbst freute sich über die Laterne und fragte vorsichtshalber und spitzbübisch noch einmal nach, ob er mit dieser beim Ringtreffen am Schluss des Umzuges in Empfingen laufen müsse. Ansonsten nehme er diese Auszeichnung für ganz Empfingen und vor allem für die Narrenzunft wahr. Die Empfinger Fasnet bezeichnete er als eine eigene Welt, mit viel Herz, chaotisch und echt. Wir Schaffen, Sparen, Feiern und räumen am Schluss auch zusammen wieder auf, so sein Statement. Ringpräsident Thomas Fischer bekam letztlich von Truffner noch eine Comicfigur der Empfinger Fasnet überreicht, die dem Salzstetter sehr ähnelte.

Der Weitinger Altnarr Roland Schneider, insbesondere zuständig für Kurzschlüsse. Foto: Klaus Ranft

Fischer stellte anschließend noch das aus seiner Feder stammende neue „Schwaben - Ringlied“ vor, welches auch gemeinsam gesungen wurde und mit dem man künftig bei überregionalen Veranstaltungen den Badenern und Hohenzollern paroli bieten will.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, welches von der einheimischen Narrengruppe „Gsendel vom Schlössle“ zubereitet und serviert wurde, folgten die Auftritte der beiden Altnarren Roland Schneider (Weitingen), der über die Sorgen und Nöte eines Elektrikers berichtete und Klaus Ranft (Ergenzingen), der als Doktor Eiermann in die Bütt ging. Für den musikalischen Part an diesem Tag war der Wolfenhausener Akkordeonvirtuose Heinz Bökle zuständig.

Närrisches Spektakel endet am frühen Nachmittag

Am frühen Nachmittag endete dann das närrische Spektakel, denn viele der Zunftoberen zog es in die heimischen Gefilde, in denen am späten Nachmittag und frühen Abend noch das traditionelle Abstauben von Masken und Häs auf der Tagesordnung stand.