Die Weiherhexen-Taufzeremonie lässt auch Andrea Haas über sich ergehen. Foto: Anita Reichart

Sechs Anwärter geben ihr Gelöbnis für den Wolterdinger Narrenverein Immerfroh ab. Die noch junge Tradition wird immer beliebter.

Auch die dritte Auflage der Gelöbnis-Zeremonie der Wolterdinger Weiherhexen, einer Untergruppe des im Jahr 1865 gegründeten Narrenvereins Immerfroh, ist wieder bestens abgelaufen.

 

Sechs Taufanwärter gab es für die Weiherhexen dieses Jahr abzufertigen, was Hexenmeister und Initiator Jörg Holik sehr freute. Im Jahr 1970 wurden die Weiherhexen gegründet. Der erste Immerfroh-Vorstandssprecher hatte schon lange mit diesem Gedanken gespielt und dann „eben Nägel mit Köpfen gemacht“. Unterstützt wurde er von den Hexen Thomas Schwörer, Toni Ketterer und dem stellvertretenden Hexenmeister Christoph Merk. Ihr Schlachtruf lautet: „Weiherhexen, Weiherhexen, nass, nass, nass.“

Austragungsort der Zeremonie war der Spielplatz auf dem Fußball-Sportgelände. Dieser war schaurig-schön mit Feuerschalen und Fackeln dekoriert. Etwas abseits standen die Taufanwärter und warteten auf das, was auf sie zukommen würde. Zunächst verlas der Hexenmeister die kurze Geschichte der Hexen: Nach Aufzeichnungen von 1493 lagen am Wolfsbach zwei Weiher. Am heutigen verlandeten „unteren Weiher“ sollen Hexen gehaust haben, die den jungen Mädchen ihr hässliches Antlitz auf den Bauch hexten.

Danach schwangen sich bei passender, schauriger Musik einige Hexen vom Seil am Spielturm hinunter. Weiherhexen, Weiherhexen, nass, nass, nass. Die Täuflinge Katrin Morasch, Andrea Haas, Nils Held, Lukas Hauger, Michael Glück und Marlene Schaller, mussten sich dann auf Strohballen niederknien und das Gelöbnis, vorgelesen von Ralf Ketterer, dem Narrenverein, sprich den Weiherhexen, treu zu sein, nachsprechen. Anschließend „durften“ sie einen Kurzen hinunterkippen, dessen Zusammensetzung nicht verraten wurde. Zudem wurden sie abgestempelt und dann mit dem Hexenbesen zu Vollhexen geschlagen. Im Anschluss ging es dann im Sporthiisli noch lustig her.