Beim Hanselelied sangen die Narren eifrig mit.                                                                                                                                                                                                                                                                              Foto: Buchholz Foto:  

Der Zunftabend der Freien Narrenzunft Wolfach ist ein durchschlagender Erfolg gewesen. Mittendrin präsentierten sich die närrischen Granden um die drei Organisatoren und Moderatoren in Höchstform und ganz nach dem Geschmack des Publikums.

Nach dem Motto „Alles Letz … un hintere zfier,“ stellte das närrisch-bewährte Zunftabend-Team um Bernd Schillinger, Christian Oberfell und Jochen Huber die Festhalle, wie schon im Vorfeld angekündigt, auf den Kopf. Fast dreieinhalb Stunden begeisterten die „WCV Narren Gelb Blau“ in der prächtig als Burg fasnetlich geschmückten und gefüllten Halle die entwöhnten Zuhörer. Alte und neue Zunftabendakteure setzten im runderneuerten Programm närrische Ausrufezeichen.

Als Dank gab es immer wieder lauten Applaus und Lachsalven. Karnevalspräsident Hubert Kessler, der sich mit seinem sechsköpfigen „Elferrat“ neben der Bar postiert hatte, meinte kurz vor Mitternacht nur: „Jetz bin ich froh, dass ich d´Begrüßung un d`Verabschiedung scho hinter mir han. Un wenn´s Fernseh dabi g´si wär, no gäb´s Morge früh a Wiederholung. Danke für a Superzunftabend, der war grandios“.

Zunächst brachten Rungunkeln und Hansele beim Einmarsch mit dem Kleinen Narrenrat die Halle auf Betriebstemperatur, ehe die musikalischen Auftritte der Kirchplatzschnallen mit Heike, Anja und „Michaela us Huse“ mit Gesang, Gestik und Mimik die Zuschauer umgarnten.

Schlag auf Schlag präsentierte das Zunftabendteam glossierte „Kracher“. Und weil die ganze Welt bis heute Kopf steht und die Nachrichtenflut aus Wahrheit und Lüge alles „Letz macht“, waren die beiden Wolfacher Tagesschauen der beiden Zunftnachrichtensprechern René Plaasch und Jochen Huber die perfekte Mischung und Öl auf die Lachmuskeln der Narren.

Kordula Kovac zur Bürgermeisterin ernannt

Die vielen Sketchen und Schnurren trafen ins närrische Herz. Die recherchierten Fehltaten der Wolfacher Bürger boten wieder einen bunten Strauß fürs Programm. So wurde dann doch kurzerhand Kordula Kovac Bürgermeisterin von Wolfach und konnte mit eingerichteten Stabstellen Fördertöpfe für mögliche Projekte suchen, während der eigentliche Amtsinhaber Thomas Geppert künftig die Mineralienhalde leitet und zu seiner Unterstützung einen Halden-Manager einstellen will.

Bei den Raiffeisen-Märkten werden man künftig verstärkt auf Weinproben zu allen Anlässen wie Taufen, Kindergeburtstagen, Einschulungsfeiern, Führerscheinprüfungen und Beerdigungen setzen.

Neben Lösungen in der Klimapolitik hatte René Plaasch in seiner Tagesschau auch gute Nachrichten für die heimische Gastronomie und den Einzelhandel. Von einem Aufschwung war die Rede, bei dem in vielen Kleinstädten reihenweise Restaurants, Bars, Wirtschaften sowie Einzelhandels-Geschäfte eröffnet werden. Verbraucher-Forscher führten diesen Trend auf die immer weniger werdende Nutzung von Smartphones und digitalen Medien zurück.

Mit Bilderquiz, Klobürstenstaffellauf und einem närrischen Rätsel hielten die Moderatoren den ganzen Saal beim Mitmachteil auf Trab, ehe „Erli“ in unnachahmlicher Weise in seiner Clown-Darbietung „Monte-Carlo-Zirkusfestival-Feeling“ auf das Wolfacher Bühnenparkett zauberte.

Mit der Welturaufführung ihres Hanseleliedes warteten Hannes und Marita mit ihren närrischen Mitstreitern und sehr zur Freude des Publikums auf.