Die Friesenheimer Driewili-Stampfer haben ihr Gugge-Fest in der Sternenberghalle eröffnet. Foto: Bohnert-Seidel

Gute Stimmung und eine prall gefüllte Sternenberghalle: Die Driewili-Stampfer haben zum 25. Gugge-Fest eingeladen. Pünktlich um 20 Uhr legte der Gastgeber los, marschierte ein, vorbei an Narren, die sie außer Rand und Band willkommen hießen.

Mit ihrer Feier zum 25. Geburtstag heizten die Driewili-Stampfer mit ihren fetzigen Klängen in der Sternenberghalle ordentlich ein. Der musikalische Leiter Bernhard Hertweck hat seine 45-köpfige Truppe voll auf Kurs gebracht und mit ihnen drei neue Gassenhauer einstudiert. Natürlich erwarteten die Gäste den Titel von „Cordula Grün“, aber an dem Ohrwurm „Wackelkontakt“, der wohl zu einem der großen Fasnachtshits aufsteigen wird, labten sich die Gäste einmal mehr und sangen aus lautstarker Kehle mit. Vielleicht nicht unbedingt das neueste Stück, aber mit unverkennbarem Wiedererkennungswert zählt ab sofort auch der Schnulzenklassiker von den Flippers „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“. Textsicher erwiesen sich alle Generationen.

 

Für sich bringt Karsten Müller, Vorsitzender der Driewili-Stampfer, den Sound der beliebten Guggenmusikergruppe auf einen Punkt: „Wir liefern alles – von Beat und Base auch einen Turbo-Song.“ „Turbo“ – noch ein aktueller Hit, der jetzt zum Repertoire der Guggemusiker zählt.

Natürlich gebührte den Friesenheimern zur Eröffnung ein Auftritt von mehr als einer halben Stunde. Die Gäste wollten von ihnen nicht genug bekommen. Aber auch die „Pflüme-Quätscher“ aus Wagenstadt, die „Kolbädrescher“ aus Gündlingen, die „Moosturbos“ aus Oberkirch-Ödsbach sowie die „Thurgau-Wängscht“ aus Haslach und die „Eckwaldpuper“ aus Unterharmersbach eroberten die Bühne und ihr Publikum. Zwischendrin war Tanz mit der Partyband „Wälderwahn“ angesagt.

20 Zünfte, Guggemusiken und Häsgruppen waren angemeldet

Bereits im Vorfeld haben sich knapp 20 Narrenzünfte, Guggemusiken und Häsgruppen aus dem Umland mit mehr als 500 Teilnehmern angemeldet. Hinzu kam das närrische Volk, das sich ebenfalls zu hunderten den Abend nicht entgehen lassen wollte. Dazu zählten viele Freundesgruppen, die sich speziell für den Abend ein fantasievolles Kostüm geschneidert haben. So zeigten sich Ines Schlotterbeck sowie Mareike und Andreas Kuhn als Wohnzimmerleuchten.

Was den Gästen ein unvergesslicher Abend im närrischen Kleid und bei ausgelassener Stimmung ist, ist für die Driewili-Stampfer vor allem auch das Hauptfest des Vereins, mit dem die Musiker ihre Rücklagen bilden und das Vereinsjahr finanzieren. Jedes Mitglied erhält zudem ein Instrument und ein Häs. In jedem Jahr heißen die Driewili-Stampfer zwei neue Mitglieder in ihrer Runde willkommen. Wer noch kein Instrument spielen kann, erhält eben auch Unterricht. So bleiben die Driewili-Stampfer auch im 32. Vereinsjahr eine der stärksten Guggemusiker in der Region.

Weitere Termine

Am Schmutzigen Donnerstag laden die Driewili-Stampfer nach der Rathausstürmung zum „Schmudo-Ball“ in das Georg-Schreiber-Haus ein. Für 2026 werden bereits Vorbereitungen getroffen. 2026 feiern die Driewili-Stampfer ihr 33-jähriges Bestehen. Die Sternenberghalle ist bereits für den 17. Januar 2026 reserviert.