Betriebsführer, Bauhof und Feuerwehr müssen sich abstimmen, um den Schaden zu beheben. Foto: Winter

Ein Schaden an der Wasserhauptversorgungsleitung in Oberndorf hat mehrere Folgeschäden nach sich gezogen und hielt nicht nur die Feuerwehr in Atem. So ist die aktuelle Lage.

Ein Wasserrohrbruch an der Hauptversorgungsleitung rief am Montag die Oberndorfer Feuerwehr auf den Plan – und führte in den Stunden darauf gleich zu mehreren Problemen.

 

Verkehrsteilnehmer wurden wegen des Einsatzes am Montagabend darum gebeten, das Gebiet Rottweiler Straße/L424 zu umfahren. Einige Stunden später warnte die Stadt die Bürger in der Talstadt, der Aistaiger Dammstraße und im Altoberndorfer Irslenbach bezüglich Einschränkungen in der Trinkwasserversorgung und bat sie darum, den Wasserverbrauch „möglichst stark einzuschränken“. Es bestehe die Gefahr weiterer Wasserrohrbrüche.

Genaueres teilt uns Bürgermeister Matthias Winter am Dienstag auf Nachfrage mit. Entdeckt wurde der Rohrbruch im Wasserversorgungsnetz demnach am Montag gegen 12.30 Uhr im Zuge von Kanalbauarbeiten in der Neckarstraße. „Nach aktuellem Kenntnisstand war altersbedingte Materialermüdung die Ursache.“

Anspruchsvoll zu beheben

Der Schaden habe die Hauptversorgungsleitung des Stadtteils Talstadt betroffen und sei aufgrund der Lage besonders anspruchsvoll zu beheben gewesen, erklärt Winter. „Hierzu war vorab die Koordination zwischen Betriebsführer, Bauhof und Feuerwehr der Stadt Oberndorf notwendig.“

Die Reparaturarbeiten seien umgehend eingeleitet worden. Der Rohrbruch selbst konnte demnach bis 0.30 Uhr behoben werden, die erforderlichen Folgearbeiten dauerten jedoch laut Winter etwa bis Dienstagmorgen, 4 Uhr, an.

Druckschwankungen führen zu Folgeschäden

Zur Durchführung der Arbeiten sei die Zusammenarbeit zwischen Badenova Netze, dem Bauhof und der Feuerwehr der Stadt Oberndorf notwendig gewesen. Nach Abschluss der Reparatur sei die reguläre Versorgung wiederhergestellt.

Aufgrund des Rohrbruches sei es jedoch zu Druckschwankungen gekommen und in der Folge zu Schäden an Leitungen im Bereich der Neckarstraße sowie auf dem „Mauser“-Gelände.

„Während des Rohrbruchs kam es zu Einschränkungen in der Wasserversorgung, die Trinkwasserqualität war jedoch zu keiner Zeit beeinträchtigt“, macht Winter deutlich.

Untersuchungen laufen

Weitere Untersuchungen des Leitungsnetzes in der Unterstadt liefen derzeit, um mögliche Folgeschäden auszuschließen beziehungsweise zeitnah zu beheben, heißt es am Dienstagnachmittag. „Für die Bevölkerung bestehen trotzdem aktuell keine Einschränkungen.“

Wie hoch der Schaden ist, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden. Die Unterhaltung und Instandhaltung der Wasserversorgung sei ein aufwendiger und kontinuierlicher Prozess und erfolge in Abstimmung zwischen der Stadt Oberndorf und dem Betriebsführer Badenova Netze, so Winter.