Der Stamm eines umgestürzten Quittenbaums in einem Garten an der Starzel ist spitzförmig angenagt. Das sagt die Naturschutzbehörde dazu.
Wohl in der Nacht hat ein Biber den Quittenbaum umgelegt. Hartmut Müller aus Hechingen hat am Montagmorgen einen umgestürzten Baum im Garten seines Nachbarn vorgefunden. Verräterisch: der spitzförmig angenagte Stamm.
Mit einer Taschenlampe suchte Müller das Rasenstück nach dem Übeltäter ab, lugte auch unter die kleine Holzhütte hinter seinem Zaun. Nichts. Überhaupt habe er noch nie einen Biber an der Starzel entdeckt, erklärt er.
Doch das Landratsamt bestätigt auf Nachfrage die Vermutung des Anwohners: Hier war ein Biber am Werk. „Es gibt immer wieder Meldungen von Biberspuren an der Starzel“, heißt es von dort. Tatsächlich lassen sich am Ufer der Starzel weitere Biberspuren entdecken. Die Untere Naturschutzbehörde, die sich um die bislang bekannten Spuren kümmert und drei Biberbeauftragte betreut, ergänzt: „Wir haben Biber flächendeckend im Landkreis.“
Biber suchen sich Bäume in Ufernähe
Ob wohl ein gut versteckter Biber am Fluss wohnt? Nicht unbedingt, schließlich könne es sich auch um einen durchziehenden Biber handeln, der lediglich Halt in der Zollerstadt gemacht habe, so die Naturschutzbehörde. Grundsätzlich suche sich der Biber Bäume in Ufernähe aus, weil er sein Baumaterial stets über Gewässer transportiere.