Untermalt mit Schmerzensschreien und den entsprechenden Grimassen gab Büttel Tobias Rauber seinen Heimwerkerunfall zum Besten Foto: Reinhard

Auch bei der zweiten Elfimess im „Liung Tschang“, also dem Gasthaus Aiple, kam so einiges zutage: Dass die Ranzengarde Nachwuchssorgen hat, veranlasste Frank Obert zu verzweifelten Maßnahmen und es wurde berichtet, dass Zunftmeister Manuel Seitz gleich zwei Mal Schwierigkeiten hatte, sich zu bekleiden.

Bezug nehmend auf die Elfimess vom Vortag hatte Klaus B. Müller ebenfalls mit einer künstlichen Intelligenz KI, herum experimentiert. Die Frage „Was sollte man zur Haslacher Elfimess“ beantwortete sie genau so pragmatisch wie falsch. Um „in die Atmosphäre einzutauchen“ sei festliche Kleidung unerlässlich. Auch Geld, um Souvenirs zu kaufen, sollte man nicht vergessen. Da es nicht sicher sei, ob die Veranstaltung im Freien stattfinde, sollte jeder Teilnehmer auch Sonnencreme einpacken.

 

„Fasskräftemangel“ bei der Ranzengarde

Frank Obert von der Ranzengarde berichtete anschließend vom „Fasskräftemangel“ bei der Garde. „Wo sind nur die Männer hin?“, lamentierte er, während verschiedene Vorschläge zur Neugewinnung von Mitgliedern diskutiert wurden. Die Idee, nun auch Frauen aufzunehmen, führte zu vielen Anschlussfragen. „Gibt es uns dann ohne Säckle?“, „fließt aus dem Hahn dann Eierlikör und Sekt-Orange?“ und „steht der Hahn dann permanent nach oben?“ waren nur einige davon.

Jürgen Burger und Bruno Oehler wussten dann davon zu berichten, wie Manuel Seitz und Sarah Weis nach dem Narrentreffen in Mühlenbach im Waldsee-Restaurant auf Lars und Simone Giesler trafen, die sie zu sich nach Hause zu einem Bad in ihren Jacuzzi einluden. Sogleich machten sie sich auf den Weg. Unterwegs drückte Seitz’ Blase und abseits von der Straße entleerte er sich, vergaß aber „den kleinen Zunftmeister“ wieder einzupacken. Er machte im Freiflug einen Ausflug über die Manfred-Hildebrand-Straße und den Mehrgenerationenparcours bis Sarah Weis ihren Partner auf die Hängepartie hinwies. „Das Lied vom Schellenhansel hat seitdem eine ganz neue Bedeutung“, meinte Oehler.

Foto: Reinhard

Damit fand das Drama aber noch kein Ende. Angekommen bei Gieslers machten die Beiden es sich mit Lars im Jacuzzi bequem, während Simone sich gleich schlafen legte. Auch ihr Mann verschwand schließlich und ließ Sarah und Manuel allein im Wasser zurück – ohne Handtücher. Ihnen blieb nichts anderes übrig als sich nass einen Teil ihrer Kleidung überzuwerfen – Seitz schlüpfte nur in seine Unterhose, Sara Weis zog sich Hose und Shirt über – und sich so, halbnackt und frierend, auf den Heimweg zu machen – wobei sie natürlich gesehen wurden und auch ein Beweisfoto entstand.

Büttel Tobias Rauber gab schließlich anschaulich ein Heimwerker-Missgeschick zum Besten. Im Sommer hatte er mit seinem handwerklich genau so begabten Freund Markus Limberger auf einer Heim-Baustelle Fliesen spitzen wollen und den Temperaturen entsprechend eine kurze Hose angezogen. Es kam, wie es kommen musste: Eine Fliese flog ihm gegen das Bein und verursachte eine nicht zu verachtende, blutende Wunde. Gestenreich demonstrierte Rauber seine Tapferkeit beim Betäuben und Nähen der Wunde und wie er anfing, nach der Spritze zu halluzinieren.

Foto: Reinhard

Zunftmeister Manuel Seitz gab als Schlusspunkt ein Lied zum Besten, in dem noch einige Missgeschicke von Haslachern aufgezählt wurden, unter anderem eines von Schwabo-Redakteurin Charlotte Reinhard, die bei der Reportage über die Dreikönigssänger einen ihr gereichten Regenponcho danken annahm und anziehen wollte, nur war der für eines der Kinder bestimmt.

Mit dem traditionellen „Karlinchen“-Lied endete die zweite Elfimess.

Dank an Wirte

Eine Herzensangelegenheit war es dann für Antje Hettich, den Aiple-Betreibern dafür zu danken, dass die Elfimess seit 23 Jahren in dem Gasthaus stattfinden kann. „Ohne das ,Aiple’ würden wir ganz schön blöd ausschauen. Ich bin stolz darauf, zu so einer bekloppten und tollen Familie zu gehören“, sagte sie. Sie sei froh, dass die Nachfolge von Gabriele und Stefan Dorner mit David und Jule gesichert sei.