Töpfegucken war bei der Talentschmiede in der Hofa in Villlingen ausdrücklich erlaubt Foto: Sabine Krümmer

Wenn das Apfelkügelchen auf die Pinzette trifft: Dann zeigen Nachwuchsköche der Talentschmiede in der Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe in VS ihr ganzes Können.

Die „Hofa“ in Villingen war bereits zum 20. Mal Gastgeber für die Talentschmiede, die durch den Landesverband der Köche Baden-Württemberg ausgetragen wird.

 

Der zweitägige intensive Kochworkshop mündete am Samstagabend in einer Küchenparty, wo die Köche des zweiten und dritten Lehrjahres dem geladenen Publikum ihre Kreationen anboten und erklärten. Die Gäste waren Vertreter der Einrichtungen, die die Talentschmiede unterstützen.

18 junge Köche aus dem ganzen Land schufen je zehn salzige und süße Gerichte. Den Anfang machten die herzhaften Schmankerl, die in kleinen Portionen dargeboten wurden. Der salzige Part stand unter dem Motto der Ganztierverarbeitung, wobei ein Reh als Rohstoff zur Verfügung stand.

Dazu passte das „Homestyle Deluxe Rehragout“ wunderbar, doch auch Hähnchen, Lachs oder Vegetarisches sorgten für ein Feuerwerk an Farben, Formen, Geschmacksrichtungen, Texturen und Temperaturvarianten.

„Allerhöchstes Niveau“

Nach der herzhaften Runde überbrückte der Vorsitzende des Landesverbandes der Köche Baden-Württemberg, Frank Crivellari, die Umbaupause in der Küche. Der erst seit einem Jahr in diesem Amt gewählte Crivellari übertrieb wohl kaum, als er die Kochkünste des Nachwuchses als „auf allerhöchstem Niveau“ beschrieb. Ein Vergleich mit der Sterneküche wurde laut, was nicht verwundert.

An der Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Villingen lernen Auszubildende aus 78 Nationen. Dies schlug sich auch in der Talentschmiede nieder. Foto: Sabine Krümmer

Die Auszubildenden wurden teils aus der Sternegastronomie entsandt, Baiersbronn lässt grüßen. Die Nachwuchsköche bildeten Zweiergruppen und wurden während des Kochworkshops von vier Dozenten und fünf Köchen unterstützt.

Waren schon die salzigen Gerichte ein Fest für den Gaumen, standen dem die Desserts in nichts nach. Beim süßen Part bildeten regionale Rohstoffe das Grundgerüst der kulinarischen Feuerwerke.

Wer Rote Beete als langweilige, erdige Knolle kennt, wurde bei der jüngsten Talentschmiede eines Besseren belehrt. Ob als Farbgeber in veganen Macarons oder geleeartig verarbeitet in einem mehrschichtigen Dessert: Überraschungsmomente für die Geschmacksnerven und den Gaumen gab es am Samstag in Hülle und Fülle.