Bürgermeister Michael Ruf (Mitte) und Bezirksbeiratsvorsitzende Franziska Braun (links neben ihm) tauschen sich mit Bürgern über den Baiersbronner Kernort aus. Foto: Gemeinde Baiersbronn

Wie entwickelt sich der Baiersbronner Kernort nach der Gartenschau weiter? Das war Thema im Bürgergesprächs mit Bürgermeister Michael Ruf und Bezirksbeiratsvorsitzende Franziska Braun.

Im Rahmen der aktuellen Bürgergespräche haben Bürgermeister Michael Ruf und Bezirksbeiratsvorsitzende Franziska Braun in das Lokal Tomahawk eingeladen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gemeinde hervor.

 

Im Fokus des Austauschs standen demnach die weitere Aufwertung des Baiersbronner Kernorts, die Bewältigung infrastruktureller Herausforderungen sowie zukunftsweisende Bauprojekte.

Schelklewiese als Anziehungspunkt

Die positive Bilanz der vergangenen Gartenschau habe den Beginn der Veranstaltung geprägt. Bürgermeister Ruf betonte, dass Baiersbronn-Dorf einen absoluten Mehrwert durch dieses Großprojekts erreichen konnte.

So habe der Kernort stark von den Investitionen in den Bahnhof, das Unterdorf, den Märchenpark und vor allem in die Schelklewiese profitiert. „Wir können uns hier mit stolzgeschwellter Brust auf die Schulter klopfen“, erklärte Ruf und bedankte sich bei den rund 1100 ehrenamtlichen Helfern.

Damit dieses Erbe lebendig bleibe, seien bereits die Weichen gestellt worden: Der Gesellschaftsvertrag für die künftige Bespielung des Erlebnisraumes Tal X, und somit auch der Schelklewiese ist notariell unterzeichnet. Außerdem sei aufgrund der Unterstützung der Bürgergemeinschaft ein Gastrocontainer erworben worden. Laut Mitteilung soll dort künftig jedes Jahr ab dem 23. Mai eine Veranstaltungsreihe starten.

Fokus auf Wohnraumentwicklung

Ein zentrales Thema der Bürger sei zudem die künftige Bebauung und Gestaltung von Flächen im Ortsteil gewesen.

Die Gemeindeverwaltung setze hierbei auf gezielte Einzelvergaben statt auf Großinvestoren: Die Grundstücke im neuen „Gartendorf“ sollen parzellenweise in Form von kleinen Arealen entwickelt werden, ein Verkauf an einen einzelnen Generalunternehmer ist nicht vorgesehen.

Auch für das Areal des ehemaligen „Café Klumpp“ gibt es konkrete Pläne: Hier wird ein Neubau durch einen privaten Investor angestrebt, der in Zukunft eine gewerbliche Nutzung vorsehen soll – inklusive Wohnungen, Büroräumen und Parkplätzen.

Eine klare Absage erteilte Bürgermeister Ruf hingegen etwaigen baulichen Erweiterungen am „Rosenpark“: Zum Schutz der wertvollen Grünzunge und der örtlichen Lebensqualität solle es dort keine weitere Bebauung geben.

Infrastruktur und Bürgerfragen im Fokus

Bezirksbeiratsvorsitzende Franziska Braun hob in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des gemeinsamen Austauschs hervor: „Gerade bei Themen wie der innerörtlichen Bebauung oder der Verkehrsführung zeigt sich, wie unverzichtbar das Wissen der Anwohner ist. Gemeinsam mit der Verwaltung wollen wir sicherstellen, dass Baiersbronn-Dorf seinen Charakter behält und sich gleichzeitig modern aufstellt.“

Thema sei auch das hohe Müllaufkommen am Pumptrack bei der Hütte des Gartenbauvereins gewesen. Die Verwaltung nahm den Wunsch nach zusätzlichen Mülleimern der Pressemitteilung zufolge auf.

Nachfragen zur Schneeräumung beantwortete Bürgermeister Ruf mit dem Hinweis, dass sich die Gemeinde aufgrund der personellen Auslastung und der rechtlichen Rahmenbedingungen ausschließlich auf öffentliche Flächen konzentrieren könne.