59 Narrenzünfte zogen beim zwölften Nachtumzug durch Straßberg, beeindruckten mit ihren Auftritten und trieben so manchen Schabernack.
Die Schmeientalgemeinde Straßberg ist seit dem „Schmotzigen Doschdeg“ fest in närrischer Hand. Ein Höhepunkt der Ortsfasnet war der zwölfte Nachtumzug, zu dem der Straßberger Burgnarrenverein am „Rußigen Freitag“ eingeladen hatte.
Ein riesiger Narrenstrom aus 59 Zünften verwandelte den Ort in ein brodelndes Narrennest. Sowohl die Narren, wie auch die Zuschauer hatten Spaß und feierten gemeinsam.
Burgvogt Daniel Nagraszus freute sich über die vielen Fasnetsfreunde, die in den Abendstunden die Narrenhochburg Straßberg stürmten. Bei den Ehrengästen war viel Narren-Prominenz vertreten, darunter die Präsidenten Walter Sieber vom Narrenfreundschaftsring Zollern-Alb und Klaus Gluitz vom Narrenring Alb-Lauchert.
Hexenpyramiden haben die Gäste besonders bejubelt
Auch Bürgermeister Markus Zeiser und weitere Gönner und Freunde des Burgnarrenvereins freuten sich auf dem Sprecherwagen mit, von dem aus Burgvogt Nagraszus die Zünfte mit ihren Narrenrufen begrüßte. Ein beeindruckendes Feuerwerk bildete den Startschuss.
Angeführt vom zweiten Burgvogt Torben Wissmann, gefolgt vom Straßberger Musikverein eröffneten die Straßberger Burgnarren und Burgfalken den Narrenzug. Den Straßberger Narrenblock vervollständigten die Schmeia-Hexa. Danach folgte eine riesige Flut von Zünften aus nah und fern.
Von Lautlingen bis Filderstadt und von Burladingen bis Leibertingen waren die Zünfte gekommen und versprühten närrischen Frohsinn.
Eine große Zuschauermenge säumte die Umzugsstrecke, dicht gedrängt stand man vor allem beim Sprecherwagen. Hier wechselten sich die Narren mit tollen Vorführungen ab. Vor allem waghalsige Hexenpyramiden wurden hier bejubelt.
Garstige Hexen, gruselige Geister und Teufel aber auch freundlich dreinblickende Gesellen trieben ihren Schabernack mit den Zuschauern.
Nach dem Umzug wurde in Straßberg noch lange weitergefeiert
Hübschen Mädchen wurden laufend die Haare zerzaust und Konfettikopfwäschen verabreicht. Aber es gab auch brave Narren, die trotz ihrer gruseligen Holzmasken kleinen Kindern Bonbons zusteckten und mit ihnen schmusten. Wer von den Erwachsenen Glück hatte, durfte sich über ein Schnäpsle freuen.
Die Besenwirtschaften sorgten mit heißen Roten, Bier und Glühwein für die Verköstigung. Angeheizt von den schmissigen Klängen der Musikgruppen veranstalteten die Hästräger unter dem Beifall der Zuschauer einen Riesenspektakel.
Zwei Stunden lang schlängelte sich der Narrenzug durch das nächtliche Straßberg. Danach war aber noch lange nicht Schluss: In der Schmeienhalle im Barzelt und in den Besenwirtschaften ging es noch lange mächtig ab.