Grimmige Fratzen und freundliche Visagen schlängelten sich beim sechsten „Historischen Nachtumzug“ am Montag in mehreren Schleifen durch die Schopfheimer Alt- und Innenstadt.
Grimmige Fratzen und freundliche Visagen, aufgehübscht mit rotglimmenden Augen, leuchtende Nasenpiercings und schillernde Seifenblasen, machten am Montagabend im Fackelschein die Schopfheimer Altstadtgassen und die erweiterte Innenstadt unsicher.
Drei Dutzend Cliquen
Etwa drei Dutzend Cliquen – heimische Narrengewächse ebenso wie Gäste aus von Dinkelberg und Hochrhein, aus Kleinem und dem großen Wiesental waren mit von der Partie, als es vom Sparkassenkreisel aus durch die Altstadtgassen ging, in einer kleinen Schleife durch den Pflughof und über die Hauptstraße und am Marktplatz vorbei zurück auf Los. Insbesondere in der Start und Zielregion drängten sich die Zuschauer – und wer’s hier richtig anstellte, bekam den Umzug aus seinem Rundlauf gleich doppelt zu sehen.
Wetter spielt mit, eine Weile
Halb voll oder halb leer? Wie immer eine Frage der Perspektive, und so auch beim Blick aufs Wetter: Den größeren Teil der Umzugsrunde konnte der größere Teil der Narren im Trockenen zurücklegen – und das, nachdem es mittags teils aus Kübeln geschüttet, gestürmt und gehagelt hatte. Ganz ungeschoren indes kam auch der Schopfheimer Nachtumzug nicht davon. Auf den letzten Metern beziehungsweise Minuten öffnete der Himmel hemmungslos seine Schleusen und setze die Umzugsstrecke in kürzester Zeit unter Wasser. Egal: Narren und Zuschauer zogen durch – und wer wollte, fand beim Rosenmontagsball in der Stadthalle anschließend ein trockenes Plätzchen zum Weiterfeiern.