Die Rangendinger Narrenzunft feiert ihr 33-jähriges Bestehen mit einem Heimatabend und einem Nachtumzug am Freitag, 30. Januar, und Samstag, 31. Januar.
Am Anfang waren die Auchterthexen – sie gründeten sich aus dem Sportverein heraus. Das war 1993. Ein Jahr später stießen die Jägen dazu. Inzwischen zählt die Rangendinger Narrenzunft Jägi in Summe acht Figuren: neben den Auchterthexen und den Jägen den Dorfbüttel und das Hauburgweible, die Strohbären und Treiber, die Tanzgarden und (im elften Jahr) der Jägenrat. Gründungsvorstand vor 33 Jahren war Anton Schilling, der Bruder von (Gründungsmitglied) Hansi Schilling, der der Zunft seit 2011 vorsteht.
Der 57-Jährige war zuvor 18 Jahre Hexenmeister. Ins Häs der Auchterthexe schlüpft er bis zum heutigen Tag am liebsten, er ist aber auch ab und an als Treiber oder Jägenrat unterwegs.
Heute zählt die Narrenzunft Jägi rund 680 Mitglieder. Zirka 450 davon sind aktive Häs- und Maskenträger (der Narrensamen mitgezählt).
Alle gemeinsam feiern sie am Freitag, 30. Januar, und Samstag, 31. Januar, ihr 33-jähriges Bestehen. Darauf ist Hansi Schilling stolz – wie überhaupt auf „seinen“ Verein. An ihm hängt sein Herz, weil, sagt er: „Wir sind für alle offen.“ Große Freude hat der Narrenchef auch an der Vielzahl der Häser unterm (Narren-) Dach der Jägi.
„Fasnet wie früher“
Am Freitagabend lädt die Narrenzunft zu einem Heimatabend in die Halle ein. Das Motto: „Für Rangendinger – von Rangendingern“. Hansi Schilling und seine Mitstreiter versprechen eine „Fasnet wie früher“, gestaltet von Rangendinger Vereinen. Als da wären: der Musikverein, der Sängerbund, der Sportverein, die Hauburgband, die Mönchsgrabenhexen und der Obst- und Gartenbauverein. Von selbst versteht sich, dass sich auch die Gastgeber auf der Bühne präsentieren werden – mit ihrer großen Garde und ihrer Juniorengarde. Und mit dem „aus Funk und Fernsehen bekannten“ Eigengewächs „Seventino“. Nur ein auswärtiger Gast wird an diesem Abend in Rangendingen begrüßt: ein Tanzmariechen aus Kornwestheim (deren Trainerin Mitglied der Jägi ist).
Zur Musik der Band „Nachtsound“ darf das hoffentlich zahlreiche Publikum das Tanzbein schwingen. Erst nach Programmende kann auch in der Bar aufs Jubiläum angestoßen werden. Einlass in die Halle ist ab 18.30 Uhr; offizieller Start in den Abend ist um 20 Uhr. Noch eine Besonderheit: Für den Heimatabend erhebt die Narrenzunft keinen Eintritt, freut sich aber über Spenden.
Umzug in die Nacht hinein
Der zweite Jubiläumstag, der Samstag, beginnt nachmittags um 16 Uhr mit einem Zunftmeisterempfang für geladene Gäste in der Aula der Schule. Ab 17 Uhr wird die Ortsmitte für den um 19 Uhr im Bereich Haigerlocher Straße/Lehmgrubenstraße startenden Nachtumzug gesperrt sein. Er führt die 62 Zünfte, Gruppierungen und Fasnetskapellen mit insgesamt rund 2500 Häs- und Maskenträgern durch den Ort in Richtung Schule.
Entlang der Umzugsstrecke werden verschiedene örtliche Vereine für die Bewirtung des närrischen Publikums sorgen: der Schützenverein, der Verein Outdoorsports, die Jägen, die DLRG, der Berg- und Bike-Verein, die Musikkapelle Höfendorf, die AH des Sportvereins, der Sängerbund und die Mönchsgrabenhexen.
Das närrische Volk ist später auch zum Fasnetsball in die Halle (oder ins Barzelt auf dem Schulhof) eingeladen. Gestaltet wird der Abend neben der Hauburgband, der Juniorengarde des Gastgebers und den Mönchsgrabenhexen außerdem von den geladenen Narrenzünften aus Weiler (bei Rottenburg), Hemmendorf und Mötzingen sowie von den Fasnetsmusikern „D‘Schugger“ aus Bietenhausen und „Gassahuber“ aus Herrenberg.
Tausende närrische Gäste
Nochmal zurück zum Nachtumzug. Hier dürfen sich der Fünften Jahreszeit zugewandte Närrinnen und Narren auf Zünfte aus nah und fern freuen. Dabei sein werden beispielsweise die Freie Narrenzunft Gwitter-Hexa aus Ofterdingen, der Fanfarenzug Weil der Stadt, die Rammert-Bären aus Rottenburg, die Schafberg-Meckerer aus Schafhausen, die Original Obernauer Esel, die Sägböck aus Börstingen, die Laub-Mumpitz und ihre Neckar-Schlotzer, die Flachter Strudelbachhexen aus Weissach, die Narrenfreunde Remmingsheim oder die Wurmlinger Burgalai-Geister.
Bei so viel närrischer Prominenz stehen die Zeichen gut für eine schöne Jubiläumsfeier der Jägi. Es sei ihr sehr gegönnt!