Die Mecker-Gilde begann in Pfaffenweiler, ihr 60-jähriges Bestehen zu feiern.  Foto: Willi Zimmermann

So viele Besucher wie selten besuchten die närrische Nacht in Pfaffenweiler, schätzt Ortsvorsteher Martin Straßacker. Dies sei den Wolfbach-Rolli zu verdanken, die nicht nur ein tolles Programm auf die Beine stellen, sondern sich auch um Sauberkeit bemühen.

Beste Stimmung herrschte beim Nachtumzug in Pfaffenweiler, als rund 1200 Hästräger zum Auftakt der Fasnet in den Ort kamen. Zahlreiche närrische Besucher feierten gemeinsam, über Hinterlassenschaften wie Glasscherben und Müll in ihrem Hof hatten sich indes zwei Anwohner in einem Leserbrief beschwert.

 

Schnell kam die Erwiderung aus den Reihen des Organisationsteams, das auf den Einsatz der Helfer verwies, denen die Sauberkeit am Herzen liege und deren großes Engagement den Nachtumzug überhaupt erst ermögliche. Gefragt sei eine gemeinsame Lösung mit den Anwohnern, um künftige Missverständnisse und Unannehmlichkeiten zu vermeiden.

Tolle Veranstaltung mit vielen Besuchern

Für Ortsvorsteher Martin Straßacker sei der Nachtumzug in Pfaffenweiler eine tolle Veranstaltung mit vielen Besuchern, die den Abend genießen und besonders schätzen, stellt Madlen Falke, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, fest. In diesem Jahr sind laut Einschätzung des Ortsvorstehers so viele Besucher wie selten im Ort gewesen. Und die Wolfbach-Rolli seien als Veranstalter sehr engagiert, um für Ordnung zu sorgen.

„Der Narrenverein stellt ein tolles Programm auf die Beine und investiert sehr viel Zeit und Mühe, um diese Fasnetveranstaltung zu ermöglichen und ist stets sehr bemüht, wenn im Nachgang noch Müll oder gar Beschädigungen entstanden sind“, heißt es seitens der Stadtverwaltung. „Dieser wird im netten Miteinander mit den Betroffenen weggeräumt und Schäden selbstverständlich ersetzt, repariert und entstandene Kosten vom Narrenverein getragen.“ Zudem hätten die Technischen Dienste nach dem Umzug mit der Kehrmaschine die Umzugsstrecke, den Aufstellungsbereich und angrenzende Straßen gereinigt. Die Mitarbeiter der Ortschaft hätten die Nebenstraßen kontrolliert und Müll eingesammelt und schnell wieder Ordnung im Ort hergestellt.

Situation verbessert

Das Bürgeramt habe dem Narrenverein Wolfbach-Rolli als Veranstalter in seiner Genehmigung mitgeteilt, dass der öffentliche Verkehrsraum nach der Veranstaltung zu reinigen und in den vorgefundenen Zustand zu versetzen ist. Eine behördliche Auflage zur Reinigung der angrenzenden Privatgrundstücke habe es nicht gegeben, da solche Verschmutzungen grundsätzlich eine Angelegenheit zwischen den Grundstückseigentümern und dem Veranstalter seien.

Grundsätzlich sei festzustellen, dass sich die Situation während des Nachtumzuges und des Narrentreibens in der Festhalle und den Besenwirtschaften gegenüber früher verbessert hat, betont Madlen Falke. Während es in früheren Jahren zu vielen und teilweise nicht unerheblichen Ordnungsstörungen gekommen sei, habe das Bürgeramt damals sofort reagiert und seinen Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) in dieser Nacht in voller Stärke eingesetzt. Durch diese starke Präsenz und Kontrollen seien diese Störungen deutlich zurückgegangen.

Friedliche Veranstaltung

„Im aktuellen Jahr 2025 berichtete der KOD von einer wiederum friedlichen und relativ ruhigen Veranstaltung. Auch die Situation in der Festhalle und deren Umgebung war vergleichsweise unauffällig“, erklärt die Pressesprecherin. Über die üblichen Ansprachen und Maßnahmen vor Ort habe der KOD nur in 25 Fällen einen Vorkommnisbericht erstellen müssen, der im Nachhinein Konsequenzen nach sich zog – so zum Beispiel 22 Bußgeldverfahren wegen unerlaubten Urinierens. Das Bußgeld für die Verunreinigung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen betrage nach wie vor 75 Euro zuzüglich 28,50 Euro für Gebühren und Auslagen.