Schnee und Narren wohin das Auge reicht – so sah das Bild beim Nachtumzug in Häg am Samstag aus.
Ja, es ist Winter – und in Häg beim Nachtumzug bekamen die Narren dies besonders zu spüren. Die Anreise ging für viele länger als geplant. Statt in Strohschuhen in Winterstiefeln und warm eingepackt trotzten sie aber dem heftigen Schneetreiben am Samstag. Auch für die Musiker von Fanfarenzügen und Guggenmusiken war das Spiel bei diesem Wetter eine besondere Herausforderung, die sie aber locker meisterten.
Zum Nachtumzug hatte die Hinterhager Narrenzunft (HNZ) bereits nun schon zum achten Mal seit 1989 Häg eingeladen. Nach monatelanger Vorarbeit der Narrenzunft sowie den Vereinen und Organisatoren war man darauf gespannt, wie der Nachtumzug ablaufen wird.
Und in diesem Jahr war es eine besondere Herausforderung. Denn: Vor dem Umzug waren die Verantwortlichen die ganze Zeit damit beschäftigt, die Umzugsstrecke sowie rund um die zahlreichen Stände Schnee zu räumen.
Am Umzug nahmen an die 40 Gastzünfte aus Nah und Fern und somit rund 1200 Hästräger teil.
Zunächst lud die HNZ zum Zunftmeisterempfang, wo Oberzunftmeister Daniel Phillipp einzelne Vertreter der Gastzünfte begrüßte. Burgvogt „Patrick I vo Sunnematt“ stellte sich und sein Burgfräulein „Alisia I vom Rebland“ kurz vor. Bürgermeister Dirk Philipp stellte kurz die Gemeinde vor und sagte: „Heute haben wir mehr Gäste als Einwohner in Häg-Ehrsberg.“
Feiern bis zum Morgen
Um 19.11 Uhr war es dann soweit und unter den Klängen der Burgfelsen-Combo, verstärkt durch den Fanfarenzug Zell startete der laut OZ Phillipp „kürzeste Umzug der Welt“ durchs Dorf.
An der Halle stellte er die einzelnen Zünfte vor. An der Umzugsstrecke standen trotz des heftigen Schneefalls zahlreiche Gäste, die anschließend in den Festzelten und in der Halle weiterfeierten – bis in den frühen Sonntagmorgen.
Busse wurden umgeleitet
Die Feuerwehr Häg-Ehrsberg sorgte für die Verkehrsregelung und die anderen Ordnungskräfte Polizei und Sicherheitsdienst waren ebenfalls vor Ort. Da wegen des Schneetreibens die Busse nicht auf dem Ehrsberg parken konnten, wurden diese auf den Parkplatz der Firma Rümmele nach Rohmatt geleitet, sowie zur Firma Heizmann in Atzenbach
Ein Shuttlebus verkehrte von Ehrsberg nach Häg und zurück. Die Hinterhager Narrenzunft bedankt sich bei allen teilnehmenden Zünften, Musiken und den Vereinen sowie Zuschauern.
Ihr Dank galt auch den Ordnungskräften von Feuerwehr, Polizei, Sicherheitsdienst und der Bereitschaft des Ortsvereins Zell im Wiesental des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).