Kontrolliert abbrennen ließ die Feuerwehr den Wohnwagen eines Christbaumverkäufers, der nicht mehr zu retten war. Foto: Jannik Nölke (janö)/Jannik Nölke

In Flammen aufgegangen ist ein Wohnwagen in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag – aus bisher noch unbekannter Ursache.

Gegen 3.10 Uhr ging am frühen ersten Weihnachtsfeiertag die Meldung ein, dass ein Wohnwagen in Ebingen in Vollbrand stehe. Schnell rückte die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen und knapp einem Dutzend Wehrleuten an. Vor Ort – genau zwischen Kaufland und der Feuerwache – stand der Wohnwagen eines Christbaum-Händlers komplett in Flammen. Die Einsatzkräfte schafften es nicht, etwas zu retten, und sorgten daher dafür, dass der Brand nicht auf benachbarte Bäume oder Hecken übergriff.

 

Zur Brandursache gab es in der Nacht noch einige Fragen. Vor Ort ging die Polizei zunächst von einem technischen Defekt aus, obwohl der Wohnwagen lediglich eine Gasflasche geladen und keinen Anschluss ans Stromnetz hatte. Auch ein mutwilliges Fremdverschulden könne nicht komplett ausgeschlossen werden, hieß es. Auffällig: der Händler hatte seine Zelte quasi abgebaut – die Christbäume waren alle verkauft, Plakate hingen nicht mehr; einzig der Wohnwagen wartete noch auf seine Abholung nach Weihnachten.

Glück im Unglück: Keiner drin

Verletzt wurde niemand, da der Eigentümer nicht im Wohnwagen nächtigte. Einsatzleiter Felix Sandel erklärte, dass das in solchen Fällen der erste Gedanke sei: „Man weiß ja nie, ob da noch jemand drin liegt.“ Tatsächlich hätte ein schlafender Bewohner wohl schlechte Chancen gehabt, sich zu retten, brennen Plastik und Holz doch besonders gut. Die Schadenshöhe beziffert die Polizei mit mindestens 500 Euro; sie hat die Ermittlungen aufgenommen.