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Nachts in Vaihingen Gefährliche Kriegsspiele im Park

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PC-Spiel live im Park löst Polizeieinsatz aus Foto: StN

Stuttgart - Das echte Leben ist kein PC-Spiel. Offenbar zu viel "Battlefield" oder "Joint Operations" haben US-amerikanische Jugendliche am Computer gespielt, vielleicht haben sie aber auch den Job ihrer Eltern mit Irak-Krieg oder Afghanistan-Einsatz zu sehr verinnerlicht. Vier 13- bis 15-Jährige haben jedenfalls in der Nacht zum Mittwoch gedankenlos einen brisanten Polizeieinsatz in Vaihingen ausgelöst.

Auf Streifenfahrt hatten Polizisten am Dienstag kurz nach 23 Uhr in der Vollmoellerstraße beobachtet, wie plötzlich junge Männer in Kampfmontur aus einem Gebüsch heraus quer über die Straße in den Stadtpark rannten. Einer hatte offenbar eine Schusswaffe, ein weiterer ein silbernes Messer und ein Dritter einen schwarzen Gegenstand in der Hand.

Im Zeitalter von Amoktaten gab es für die Beamten keine Alternative: Sie verfolgten die Jugendlichen in Tarnanzügen und forderten sie mehrfach auf, stehen zu bleiben. Nur: Sie taten es zunächst nicht. Als sie dann doch stehen blieben, hielt einer die Schusswaffe in der Hand. Ein Beamter zog seine Dienstwaffe und forderte den Jugendlichen auf, die Waffe auf dem Boden abzulegen. Doch der Waffenträger reagierte nicht. Auch nicht, als der Beamte androhte, seine Waffe zu benutzen. Die Situation spitzte sich gefährlich zu: In der Vergangenheit hatte es immer wieder Situationen gegeben, bei denen Polizisten von Jugendlichen angegriffen und teils erheblich verletzt wurden.

Dann aber rief ein Jugendlicher, dass die anderen kein Deutsch verstehen. Die Polizisten gaben ihre Anweisungen auf Englisch, und endlich legten die drei Krieger ihre Waffen ab. Ein Vierter, 14 Jahre alt, trat unvermittelt in Tarnkleidung aus einem Gebüsch heraus. Den Kindern von Angehörigen der US-Streitkräfte droht eine Anzeige. "Was die sich bei ihrer Aktion gedacht haben", sagt Polizeisprecherin Christiane Honer kopfschüttelnd, "ist immer noch unklar."

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