Zum 17. Januar sollten die Laternen in Donaueschingen und den Stadtteilen auch nach Mitternacht noch leuchten. In der Kernstadt dauert die Umstellung aber ein bisschen länger. Foto: Jens Wursthorn

Zur Fasnet sollen die Straßenlaternen in Donaueschingen nachts wieder an bleiben. Diese Umstellung hätte eigentlich bereits stattfinden sollen.

Leuchtende Straßenlaternen über Nacht? Leichter gesagt als getan für die Stadt. Erst kürzlich hatte die Stadtverwaltung angekündigt, dass die Straßenlaternen über die Fasnet auch nachts eingeschaltet bleiben würden, genauer gesagt vom 17. Januar bis einschließlich Aschermittwoch, am 18. Februar. Die Umstellung erfolgte aber nicht überall zum genannten Startdatum.

 

Das ausbleibende Licht ist auch einigen Bürgern bereits aufgefallen. Oberbürgermeister Erik Pauly sprach die Beschwerden sogar in der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres an. Aber warum brannten die Lichter nicht sofort überall? Auf Nachfrage erklärt Stadtsprecherin Beatrix Grüninger, die Umstellung auf eine durchgehende Nachtbeleuchtung sei kein Vorgang, der mit einem einzigen Schalter für die ganze Stadt ausgelöst werden könne. „Es handelt sich um ein über Jahrzehnte gewachsenes System mit entsprechend vielen Schaltkreisen, die für eine Umstellung einzeln angefahren werden müssen“, so Grüninger. Eine flächendeckende Umstellung benötigt in Donaueschingen daher eine gewisse Zeit.

Den Anfang machte Pfohren, wo am 17. Januar die Hexen-Teufel-Warzen-Party inklusive eines Nachtumzugs stattfand. Die restlichen Ortsteile sollen folgen. Die Kernstadt als energieintensivster Bereich wird Grüninger zufolge als Letztes auf ganznächtige Beleuchtung umgestellt. Seit Herbst 2022 schaltet Donaueschingen zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens die Straßenbeleuchtung aus, um Energie zu sparen. Vergangenes Jahr machte die Stadt für die Fasnet bereits eine Ausnahme, doch auch damals sorgte die Umsetzung wegen langer Vorlaufzeit für Diskussionen im Gemeinderat.

Im Umkehrschluss bedeutet der hohe technische Aufwand, dass das Licht auch über die närrischen Tage hinaus noch eine Weile an einigen Stellen bleiben wird. Grüninger betont, dass die Rückumstellung nach der Fasnet ebenso nur schrittweise erfolgen werde.