Die „Bike-Area“ unterhalb des Schulzentrums, auch „Pumptrack“ oder „Jugendaktivfläche“ genannt, wurde im Juli eröffnet (Bild). Nun kostet sie wesentlich mehr als geplant. Der Auszahlungsansatz musste um 530 200 Euro angepasst werden. (Archivfoto) Foto: Monika Braun

Die Planungen für das laufende Haushaltjahr der Gemeinde Baiersbronn hatten deutlich schlechtere Zahlen vorhergesagt – nun gibt es Verbesserungen.

Noch bei den Haushaltsplanungen für dieses Jahr war Kämmerer Jochen Veit von einem negativen Ergebnis von 2,85 Millionen Euro ausgegangen. Der vom Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung beschlossene Nachtragshaushalt bringt eine Verbesserung um 1,8 Millionen Euro, aber immer noch ein negatives Ergebnis von 1,1 Millionen Euro hervor.

 

„Die Lage ist immer noch schwierig, aber wir wollen den Haushalt wieder stabilisieren“, sagte Veit in der jüngsten Sitzung des Baiersbronner Gemeinderats. „Deutlich besser liegen wir bei den Einnahmen bei der Gewerbesteuer, auch aufgrund des angepassten Hebesatzes.“ Ein Plus sei auch bei der Einkommenssteuer und den Schlüsselzuweisungen zu verzeichnen.

Erfreulich seien auch das verbesserte Ergebnis des Forstbetriebs aus 2024 und der reduzierte Verlustausgleich der Baiersbronn Touristik.

Einzelne Investitionen sind möglich

Einzelne Mehraufwendungen im Bereich der Schulen und der Spielplatzunterhaltung sowie bei der Kläranlage Schönmünzach würden zwar zu Buche schlagen, seien aber im Vergleich zu den Mehreinnahmen überschaubar, so Veit.

Ein positiver Trend sei beim Anstieg des Zahlungsmittelüberschusses zu verzeichnen. Dieser liege bei rund 2,4 Millionen Euro. Damit könnten zumindest einige Investitionen finanziert werden.

„Die liquiden Eigenmittel verbessern sich deutlich und werden zum Jahresende 2025 voraussichtlich 5,7 Millionen Euro betragen“, sagte Veit. Allerdings sei in dem Betrag die nicht in Anspruch genommene Darlehensaufnahme aus 2024 in Höhe von 6,8 Millionen Euro enthalten.

Ertragslage bleibt schwach

Erhöhungen der Auszahlungsansätze gab es bei der Jugendaktivfläche („Pumptrack“, 530 200 Euro), der Sanierung der Landesstraße 401 (500 000 Euro), der Ortskernsanierung (165 000 Euro) und der Umfeldgestaltung der Michaelskirche (130 000 Euro) sowie durch die Übernahme von Anlagevermögen von der Gartenschau GmbH (350 000 Euro). Veit nannte zudem einige Entlastungen und Zuschüsse, die in Anspruch genommen wurden.

„Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Haushaltslage 2025 zwar deutlich günstiger als erwartet verläuft, die Ertragslage mit einem negativen Ergebnis jedoch schwach bleibt“, sagte Veit.

Haushaltslage bleibt auch 2026 angespannt

Für die kommenden Jahre gelte es, die finanzielle Stabilität mit Blick auf die steigende Kreisumlage und die Schuldentilgung zu sichern. „Die Haushaltslage bleibt wie überall angespannt. 2026 wird entscheidend sein, ob die Mehreinnahmen aufgrund der Steueranpassungen 2025 stabilisiert werden können“, so Veit.

Bürgermeister Michael Ruf wies mit Blick auf die Zahlen auf die Notwendigkeit der Steueranpassungen hin. Dies gebe nun eine gewisse Stabilität. Einstimmig wurden die vorgelegten Zahlen aus dem Nachtragshaushaltsplan für das Jahr 2025 beschlossen.