Konzentrierter Auftritt auf der großen Bühne im Burghof Foto: Regine Ounas-Kräusel

Die städtische Musikschule Lörrach hat am Samstag ihr Benefizkonzert „Nacht der Klänge“ im Lörracher Burghof präsentiert.

Nach einem Apéro im Foyer begrüßte die Trommelgruppe der Grundschule Tumringen die zahlreichen Besucher – bei weitem nicht nur Eltern und Familien der jungen Musiker –, im großen Burghofsaal.

 

Die Bläserklasse der Theodor-Heuss-Realschule und die Band der Albert-Schweizer-Gemeinschaftsschule erfreuten mit dem Weihnachtsklassiker „Jingle Bells“ und anderen flotten Klängen.

Eine Nacht der Herzen

Die Nacht der Klänge sei auch eine Nacht der Herzen, sagte Oberbürgermeister Jörg Lutz zur Begrüßung. Er lud die Menschen ein, ihr Herz zu öffnen und großzügig zu spenden. Der Erlös fließt in die Aktion „Hilfe zum Helfen“ der Badische Zeitung. Mit ihr werden Menschen aus unserer Region in Notlagen ebenso unterstützt wie mit der Aktion der Oberbadischen: „Leser helfen Not leidenden Menschen“.

Musikschulleiter Christoph August begrüßte das Publikum daher zur 23. Nacht der Klänge und dankte allen Mitwirkenden, vor allem den 180 Musizierenden im Alter von acht bis 70 Jahren und dem Burghofteam für seine „logistische Meisterleistung“ bei einem Abend mit so vielen Akteuren.

Viele Kooperationsprojekte

Zu erleben waren vielfältige Kooperationsprojekte der Musikschule. Nicht nur in Schulen und Kindergärten bringen ihre Lehrkräfte Kinder und Jugendliche mit Musik in Berührung, auch beim Musikverein Brombach geben sie Instrumentalunterricht. Das Jugendensemble des Musikvereins war denn auch spontan für die Musical-AG eingesprungen. Mit zwei rhythmischen und melodischen Beiträgen bewies das Ensemble sein Können. Beim gemeinsamen Musizieren im Verein lerne man auch Hilfsbereitschaft und Teamgeist, erzählte die Vorsitzende Katharina Kubon.

Talente spielen

Mit zwei solistischen Beiträgen erfreuten Jialu Yuan und Sophie Anis. Am Flügel spielten sie wunderbar leicht eine Sonatina und das moderne „River flows in you“. Später nach der Konzertpause traten die 13-Jährigen Luisa Wirth, Paula Briel und Nathan Langen aus der Talentförderung mit ihren Violinen auf. Besonders beeindruckten sie als Trio mit einem Temperament sprühenden Tanz aus der Oper „Der Jahrmarkt von Sorotschinzy“.

Begeisterter Applaus

Auch vielfältige Ensembles waren zu hören: Die Rockband Pikuku mit ihrem energiegeladenen Frontman Daniel Kaltenbach. Das melodisch schöne Akkordeon-Ensemble „Collage“ mit erwachsenen Spielern, das ALFA-Percussion-Ensemble, das mit leichtfüßigen Rhythmen im hellen Klang der Marimbaphone so etwas wie Südseestimmung verbreitete. Das Musikschulorchester plus Kinderchor mit einem vielfältigen Programm.

Die inklusive Band „Vielklang“, eine Kooperation von Musikschule, Lebenshilfe und Pestalozzischule, spielte sich sofort in die Herzen der Menschen. Fröhlich jauchzte der Schlagzeuger nach einem Song auf.

„Mitten im kalten Winter“

Berührend war die Weihnachtskantate „Mitten im kalten Winter“ mit Eigenkompositionen und Arrangements bekannter Musikstücke aus der Feder des Musikschullehrers Eckhard Lenzing. Arina Alishauskaite erzählte die Geschichte von Jonathan und dem Jesuskind: Das Jesuskind lud Jonathan ein, die verhauene Klassenarbeit und alles Misslungene bei ihm abzuladen, und wieder neu anzufangen. Zur Geschichte sang die junge Frau mit innigem schönem Sopran Weihnachtslieder wie „Still, still, weil`s Kindlein schlafen will“. Wunderschön wurde sie von einem kleinen Ensemble aus Streichern, Flöte und Klavier begleitet.

Bis zu Star Wars

Die Sängerin und die Musizierenden des kleinen Ensembles gehörten dem City Connect Orchestra (CCO) an, dem gemeinsamen Orchester der Musikschulen Lörrach und Weil. Unter der Leitung von Ariana Mathäus, Chefin der Nachbarmusikschule, beschloss das CCO das Bühnenprogramm mit einem vielfältigen Repertoire von Mendelssohn-Bartholdy bis zur Filmmusik aus „Star Wars“. Begeisterter Schlussapplaus, Zugabe!