Gerd Martini aus Ötlingen, bekannt als früherer langjähriger Geschäftsführer der Haltinger Winzer, ist an den Folgen einer schweren Krankheit gestorben.
24 Jahre hatte er bis 2010 die Haltinger Genossenschaft geprägt. Sechs Tage vor seinem 69. Geburtstag verstarb Gerd Martini. Er hinterlässt neben seiner Frau zwei erwachsene Kinder.
Die Liebe zum Weinbau und zur Weinvermarktung war Gerd Martini quasi in die Wiege gelegt, war doch sein Vater Michael Martini bereits Geschäftsführer der Haltinger Genossenschaft, in dessen Fußstapfen Gerd Martini 1985 trat. Unter seiner Ägide wurde das Direktgeschäft forciert, wobei auch der Verkaufs- und die Verwaltungsräume modernisiert und erweitert wurden.
Er wurde geschätzt
Durch seine besonnene, ruhige Art und seine Verlässlichkeit war er geschätzt – auch im Kollegenkreis der WG-Geschäftsführer des Markgräflerlands. Gerd Martini, der die Vermarktung des Haltinger Weins vorantrieb, hatte auch die Initiative Weiler Weinweg und die Veranstaltung „Weinweg in Flammen“ stets unterstützt, um den Leuten bei ihren Spaziergängen am Tüllinger Berg zu zeigen, wo der Wein herkommt.
2010 trennten sich die Wege zwischen Gerd Martini und der Winzergenossenschaft, nachdem es unterschiedliche Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung der Haltinger Winzer ging.
Ehrenamtlich engagiert
Gerd Martini blieb jedoch in den nachfolgenden Jahren in der Weinwirtschaft und wechselte unter anderem zum Badischen Winzerkeller in Breisach als neuer Leiter des Direktvertriebs, wo er seine langjährigen Erfahrungen im Bereich der regionalen Vermarktung einbrachte.
Auch ehrenamtlich engagierte sich Gerd Martini. Zum Beispiel gehörte er dem Helferteam an, das den Ötlinger Mittagstisch des DRK-Frauenvereins für Senioren organisierte.
Die Trauerfeier ist am Montag, 8. Juni, 11 Uhr, in der St. Galluskirche in Ötlingen.