Klaus Schmollinger ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Er prägte den Fußball im Neckartal. Foto: Familie

Er prägte den Fußball im Neckartal über Jahrzehnte. Mit seinem unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt hinterlässt Klaus Schmollinger eine große Lücke.

Mit Klaus Schmollinger verliert der Fußball im Neckartal eine prägende Persönlichkeit des Ehrenamts. Der langjährige Jugendleiter, Trainer und Vereinsmensch ist im Alter von 69 Jahren gestorben – jemand, der den Satz „Nicht nur denken und wollen, sondern auch tun“ nicht nur gerne sagte, sondern ihn über Jahrzehnte vorlebte.

 

Schmollingers Weg im Verein begann 1986, als er als aktiver Fußballer vom SV Eutingen zum FV Ahldorf wechselte. Schnell übernahm er Verantwortung über den Platz hinaus: Von 1989 bis 2009 war er Beisitzer im Ausschuss des FV Ahldorf und damit über 20 Jahre in der Vereinsführung aktiv. Mit der Gründung der SG Ahldorf/Mühlen gehörte er zu den treibenden Kräften der neuen Spielgemeinschaft. Zunächst wirkte er sieben Jahre als Schriftführer, ehe er ab 2006 für insgesamt 15 Jahre die Aufgabe des Jugendleiters übernahm – ein Amt, das er mit großem Einsatz, Verlässlichkeit und Herz ausfüllte.

Die Gemeinschaft war ihm wichtig

Auch nach dem Ende seiner offiziellen Amtszeit blieb Schmollinger der Jugendarbeit eng verbunden. Wo Hilfe gebraucht wurde, war er da – sei es bei organisatorischen Aufgaben oder ganz praktisch bei Altpapier- und Schrottsammlungen. Ihm ging es stets um mehr als den sportlichen Erfolg: Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen und Ehrenamt weitergeben waren für ihn zentrale Werte. Gemeinsames Anpacken, anschließend zusammensitzen, miteinander reden – so verstand er Vereinsleben.

Von 1997 bis 2009 war Schmollinger zudem Jugendtrainer und begleitete gemeinsam mit langjährigen Weggefährten mehrere Jahrgänge, darunter auch seine beiden Söhne, von den Bambinis bis in die A-Jugend. Dabei vermittelte er den jungen Spielern Ehrgeiz, Einstellung und Willen – aber ebenso Kameradschaft, Zusammenhalt und die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements. Sieg oder Niederlage auf dem Platz waren für ihn nie losgelöst vom Miteinander daneben.

Er gestaltete die Zukunft des regionalen Fußballs mit

Zur Würdigung seines Vorgängers Richard Hertkorn rief Schmollinger den Richard-Hertkorn-Jugendtag ins Leben, der sportliche Wettkämpfe mit geselligem Beisammensein verband. 2016 war er außerdem maßgeblich bei der Gründung der SGM Neckartal im Jugendbereich beteiligt und gestaltete damit erneut die Zukunft des regionalen Fußballs mit.

Klaus Schmollinger war kein Mensch der großen Worte, sondern des beständigen Handelns. Er organisierte, vermittelte, hörte zu und hielt den Laden zusammen – oft im Hintergrund, aber immer mit klarer Haltung und im Sinne des Vereins. Viele Strukturen, die heute selbstverständlich sind, tragen seine Handschrift. Vor allem aber hat er Generationen junger Menschen geprägt, nicht nur als Fußballer, sondern als Teil einer Gemeinschaft.

Vereine verlieren einen Macher und verlässlichen Mitstreiter

Seine Angehörigen nehmen Abschied von einem besonderen Menschen. Der FV Ahldorf, die SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee und die SGM Neckartal verlieren mit ihm einen Macher, Vorbild und verlässlichen Mitstreiter. „Er vermittelte immer, dass Ehrgeiz, Einstellung und Wille wichtig sind, um Ziele und Erfolge zu erreichen. Dass es im Vereinsleben ebenso wichtig und schön ist, gemeinsam etwas zu erreichen und zu schaffen, Kameradschaft zu pflegen. Und dass ehrenamtliches Engagement genauso wichtig ist wie ein Sieg beim Fußballspiel“, schreiben die Vereine.

Klaus Schmollinger hinterlässt große Spuren – auf dem Sportplatz, im Vereinsleben und bei all jenen, die mit ihn gemeinsam angepackt haben.