Alt-Ortsvorsteher Gerold Eichhorn ist gestorben. Foto:  

Gerold Eichhorn ist am Dienstag, 9. Dezember, im Alter von 78 Jahren gestorben. Mit Leib und Seele war er für seine Heimat Heiligenzell im Einsatz.

Heiligenzell war für Gerold Eichhorn der Lebensmittelpunkt. Nie wollte er wo anders wohnen. Sich selbst sah er als leidenschaftlichen Anwalt seines Ortes. Am Dienstag, 9. Dezember, ist Eichhorn im Alter von 78 Jahren gestorben.

 

Von 1992 bis 2019 gehörte Eichhorn dem Ortschaftsrat von Heiligenzell an. Nach dem Tod von Gustl Schrempp im Jahr 2012 wurde er zum Nachfolger gewählt. Von 2014 bis 2019 war er Mitglied im Gemeinderat für die CDU und Ortsvorsteher von Heiligenzell. Im Alter von 73 Jahren hat er sich nach 25 Jahren aus der Kommunalpolitik zurückgezogen. Jüngere Generationen sollten ihr Heiligenzell gestalten, lautete sein Credo. Trotzdem hatte er in sieben Jahren als Ortsvorsteher viel bewegt und mitgestaltet.

Zukunftsweisend war für ihn der Kauf des Klostergebäudes. Schon als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats habe er über viele Jahrzehnte eine gute Verbindung zu den Schwestern des Franziskanerinnenordens gepflegt.

Für zahlreiche Projekte eingesetzt

Mit der Realisierung des Norma-Marktes sicherte er Heiligenzell den dringenden Bedarf an Nahversorgung. Die Gestaltung der 1000-Jahrfeier mit ihm als stellvertretender Vorsitzender und verantwortlicher Gruppenleiter hat er, über die Gestaltung eines einzigartigen Festes hinaus, eine starke Spur von Gemeinschaft hinterlassen. Eichhorn war dieses Fest eine Herzensangelegenheit. Die Integration von Flüchtlingen ist am Beispiel von Heiligenzell mit der Anschlussunterbringung im Kloster und im Pfarrhaus gelungen. Sich selbst hat er nie als Einzelkämpfer gesehen. Als Teamplayer hat er Menschen in sein Handeln eingebunden. Stets versicherte er: „Heiligenzell hat eine starke Geschichte und ist geprägt von starken Persönlichkeiten.“ Dass auch er dazu zählt, ließ er nicht gern im Raum stehen.

In etlichen Vereinen aktiv

Geschichtlich hat Eichhorn seinen Ort bei allen Historischen Vereinen vertreten. Musikalisch lebte er seine Leidenschaft auf der Posaune und war 28 Jahre Dirigent des Musikvereins Ottenheim, vier Jahre Dirigent in Seelbach und spielte in unterschiedlichen Bands. In Corona-Zeiten hat er von seinem Balkon aus den Nachbarn ein Ständchen der Verbundenheit gespielt und unterstützte den Musikverein Heiligenzell, wann immer er konnte. In Heiligenzell war er geerdet und fühlte sich allen Menschen und Vereinen verbunden.

Er traf sich gern mit Familie und Freunden. Ehefrau Josephine und die Familie waren ihm das größte Lebensglück. Jetzt ist Eichhorn im Alter von 78 Jahren gestorben.