Rolf Mauch, der sich viele Verdienste um die Musik in Niedereschach erworben hat, ist gestorben.
Rolf Mauch starb im Alter von 88 Jahren. Das Leben des Niedereschacher Tenorsolisten, in Sänger- und Musikerkreisen als „die Stimme Niedereschachs“ bekannt und hochgeschätzt, war neben der Liebe und Fürsorge für seine Familie, geprägt von einer tiefen Hingabe zum Gesang und der Musik.
Bis zuletzt war er aktiver Sänger im Kirchenchor der evangelischen Jakobusgemeinde, deren Sänger ihn wenige Tage vor seinem Tod am Krankenbett noch mit einigen Liedern erfreuten, und dem Kirchenchor aus dem benachbarten Deißlingen.
Mauch hinterlässt seine Frau Gerda, die er 1963 in der damaligen „Notkirche“ in der Schreinerei Glatz heiratete und seine Tochter Annette, die von ihm die Liebe zur Musik geerbt hat. Viele Jahrzehnte lang, hat sich Rolf Mauch für seine Heimatgemeinde in vielfältiger Weise eingebracht. Zwölf Jahre war es Mitglied des Gemeinderates und acht Jahre agierte er zudem als Schöffe beim Gericht in Konstanz.
Bei den Großeltern in Niedereschach geblieben
Als er sechs Jahre alt war, ist seine Mutter verstorben, und als der Vater einige Jahre später mit seiner neuen Ehefrau nach Stockach zog, blieb Mauch in Niedereschach bei seiner Oma, seinem Opa und seiner Gotte.
Von 1952 bis 1955 absolvierte er eine Lehre zum Automateneinrichter bei der Niedereschacher Firma Nepomuk Jerger. 1958 wechselte zur Firma Rambold nach Villingen, wo er ab 1960 als Abteilungsleiter im Bereich der Kugelschreiberherstellung tätig war. 1984 wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit im Bereich der Herstellung und dem Vertrieb von Kleindrehteilen. Seine Firma löste er 2007 auf.
Musik war sein Leben
Große Verdienste hat sich der Verstobene um den Gesangverein „Eintracht“ (GV) erworben. Von 1981 bis 1991 war er Dirigent. Von 1958 bis 1973 bekleidete er beim GV das Amt des Kassierers.
Nahtlos übernahm er dann bis 1978 den Posten des Vorsitzenden, und von 1963 bis 1994 war er, unterbrochen von den zehn Jahren als Dirigent, zudem Vize-Dirigent des GV.
Unter der Regie von Mauch wurde 1976 ein Kinderchor gegründet, den er bis 1980 auch leitete. Nicht zuletzt war er für den GV auch als Theaterspieler aktiv, und ganz wichtig war ihm auch seine redaktionelle Arbeit für das Ehrenbuch des GV.
Viele Auszeichnungen
Für seine überragenden Verdienste wurde er unter anderem vom Badischen Sängerbund mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet, und vom GV erhielt er den neben vielen anderen Ehrungen auch den goldenen Sängerring. Zudem wurde ihm die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen. Über allem aber standen Mauchs Auftritte als herausragender Tenorsolist. In verschiedenen Ensembles, wie dem Männerquartett „Ars Musica“ und auch Projektchören wirkte er zudem bei vielen Benefizkonzerten mit. Sehr am Herzen lagen im dabei insbesondere die Benefizkonzerte für die Katharinenhöhe in Schönwald. Dazu passt auch, dass Mauch festgelegt hat, dass Geldspenden, seinen Todesfall betreffend, zu je der Hälfte der Katharinenhöhe und dem Sozialfonds der Gemeinde zugutekommen sollen.
Trauerfeier am 20. Februar
Die Trauerfeier findet am Freitag, 20. Februar, um 14 Uhr in der katholischen Kirche in Niedereschach statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt später im Familienkreis.