Für seine frohe, menschliche und lebensbejahende Art war Hans Göppert in Schönwald bekannt. Er engagierte sich besonders für den Skiclub und den Skisport. Nun ist er im Alter von 95 Jahren verstorben. Foto: Göppert

Wegen seines großen Engagements für Schönwald wurde Hans Göppert mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz. Nun ist er am 21. November im Alter von 95 Jahren verstorben.

Hans Göpperts ausgeprägter Sinn fürs Gemeinwohl zeigte sich auf verschiedenen Ebenen, sei es in der Vereinsarbeit, aber auch kommunalpolitisch engagierte er sich für Schönwald. Als langjähriger Firmenchef des traditionsreichen Familienbetriebs Holzbau Göppert hinterließ er auch bauliche Spuren in der Region.

 

Die Beerdigung erfolgt am Samstag, 25. November. Um 11 Uhr beginnt der Trauergottesdienst in der evangelischen Kirche in Schönwald, anschließend folgt die Beisetzung auf dem Friedhof.

Bürgermeister Christian Wörpel würdigt den Verstorbenen in einem Nachruf der Gemeinde: „Als Gemeinderat in den Jahren von 1965 bis 1999 hat Hans Göppert in vielen Bereichen 34 Jahre maßgeblich an der Entwicklung unseres Dorfes mitgewirkt.“

Ein sportliches Vorbild für Kinder und Enkel

Er war in der Fraktion der Freien Wähler aktiv, erinnert sich Göpperts Sohn Johannes. Der Beruf und die vielen Ehrenämter hätten ihm nicht allzu viel Zeit für die Familie gelassen. Doch in dieser bemessenen Freizeit sei er voll und ganz für die Familie dagewesen. „Für uns Kinder, aber auch die Enkel, war er ein riesiges Vorbild, was Naturerlebnis und Sport angeht“, betont Johannes Göppert.

Sein Vater sei selbst sportlich sehr engagiert gewesen. 35 Jahre habe er beim FC Schönwald gespielt. Eine noch größere Leidenschaft habe ihn mit dem Skisport verbunden. Von Jung an sei er als Skispringer beim Skiclub aktiv gewesen, und das recht erfolgreich. Unter anderem habe er einen Titel als Schwarzwaldmeister errungen und an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen.

Den Betrieb ausgebaut

Seinen Beruf im Zimmererhandwerk nahm Hans Göppert ebenfalls sehr engagiert wahr. „Mein Vater hat den Betrieb sehr innovativ und vorausschauend ausgebaut“, meint Johannes Göppert anerkennend. Die Belegschaft wuchs auf 15 Mitarbeiter heran. Sein Betrieb sei an vielen großen Gebäuden in der Raumschaft Triberg beteiligt gewesen, sei es am Dachaufbau von Kurhaus und Sporthalle in Triberg oder der evangelischen Kirche und der Festhalle in Schönwald. Hervorhebenswert sei auch „seine Leidenschaft für die Restaurierung alter Schwarzwaldhäuser“. Fachmännisch begleitet habe sein Vater auch die Umsetzung des Falkenhofs von Buchenbach zu den Vogtsbauernhöfen nach Gutach.

Die Erneuerung der Sprungschanze initiiert

Initiiert hat Hans Göppert auch die Erneuerung und Vergrößerung der Sprungschanze in Schönwald. Der Skiclub habe ein so großes Bauwerk finanziell nicht stemmen können. Um an Kredite zu kommen, habe sein Vater eine Bürgschaft übernommen, zeigt Johannes Göppert auf, wie wichtig seinem Vater die Schanze für Schönwald war.

Für die Vereine habe er immer ein offenes Ohr gehabt und sei in den meisten Mitglied gewesen, im Skiclub auch über 30 Jahre Vorsitzender. Engagiert habe er sich auch viele Jahre im Vorstand der Zimmererinnung Schwarzwald-Baar, sei außerdem Aufsichtsratsmitglied der damaligen Volksbank Triberg gewesen, jetzt Volksbank Mittlerer Schwarzwald.

Besonderes Engagement honoriert

„Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz und die Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Schönwald honorierten das besondere Engagement für seinen Heimatort Schönwald“, betont Bürgermeister Wörpel.

Für Hans Göpperts Frau Ursel, die drei Kinder, sechs Enkelkinder, weitere Familienangehörige, Freunde und Wegbegleiter heißt es am Samstag nun Abschied nehmen von einer Persönlichkeit, die Schönwald geprägt hat.