Unerwartet verstirbt der beliebte Donaueschinger im Alter von 74 Jahren. Auf der Baar war er bekannt für seine Lebensfreude.
Die Nachricht löst in Donaueschingen große Betroffenheit aus: Ulrich (Uli) Früh, der in der Stadt bekannte „Hirschen-Wirt“, ist im Alter von 74 Jahren völlig unerwartet verstorben. Viele Menschen verlieren mit ihm nicht nur einen Wirt, sondern einen Menschen, der das gesellige Leben in der Stadt über Jahre hinweg mitgeprägt hat. An der Seite und in Beziehung mit Bärbel Höfler prägte der beliebte Gastronom über 30 Jahre nicht nur die Gastroszene in Donaueschingen, sondern auch das Brauchtum an Fastnacht. Der „Hirschen“ war der Inbegriff von Frohsinn über die närrischen Tage und das heimliche Vereinslokal der Narrenzunft Frohsinn.
Aber auch der Hotelbetrieb war weit über die Region hinaus bekannt und beliebt. Persönlich wartete er auch noch auf den letzten Hotelgast, der erst spätnachts ankam, oder Gäste, die den Schlüssel verloren hatten. Aber man musste Uli Früh kennen. Manch einer, der den Hirschen betrat, traf oft einen zunächst etwas grummelig wirkenden Wirt an, doch nach nur einem Satz war das Eis gebrochen, und es entwickelten sich Freundschaften, Stammgäste und Treffpunkte für Vereine und spontane Begegnungen.
Im Stadtleben verwurzelt
Auch über die Gastronomie hinaus war der bekennende Fan des VfB Stuttgart fest im Stadtleben verwurzelt. Besonders während der Fastnacht war er immer in seinem Element: Mit den Stadtstreichlern, denen er seit 1983 angehörte, trug mit viel Herzblut zum närrischen Treiben bei.
Geboren wurde Uli Früh in Westenholz (Nordrhein-Westfalen), in Singen ist er dann jedoch aufgewachsen. 1975 verschlug es ihn in die kleine Baarmetropole Donaueschingen. Uli Früh hinterlässt aus seiner ersten Ehe und der Beziehung mit Bärbel Höfler fünf Kinder. Mit seinem plötzlichen Tod verliert die Stadt einen lebensfrohen Menschen, der Gemeinschaft liebte und sie auch lebte. Zurück bleiben viele Erinnerungen an gemeinsame Stunden, Gespräche und Musik.