Bruno RothFoto: Dold Foto: Schwarzwälder Bote

Nachruf: Bruno Roth stirbt im Alter von 90 Jahren / Bekannt für Kuckucksuhren

Triberg-Nußbach. Am 23. März verstarb der allgemein bekannte Nußbacher Bürger Bruno Roth. Im August vergangenen Jahres feierte er noch seinen 90. Geburtstag. Es war für ihn ein schöner Tag, seine beiden Töchter mit ihren Familien richteten ihm das Fest aus, und als Überraschung spielte sogar eine Abteilung der Trachtenkapelle Nußbach ein Geburtstagsständchen.

Seit 1936 wohnte Bruno Roth in Nußbach, sein Geburtshaus steht in Gremmelsbach. Die Eltern bauten in Nußbach ein Eigenheim auf, hier wuchs er zusammen mit fünf Schwestern auf. In seiner Kindheit verbrachte er zwei Sommer im Hegau bei Verwandten, dort musste er in der Landwirtschaft aushelfen. Auch war er noch weitere Sommer als Hirtenbube in der Raumschaft tätig.

1946 konnte Bruno Roth eine Lehre als Holzschnitzer an der Nußbacher Straße absolvieren. 1958 wechselte er zur Holzschnitzerei Wetzel in Triberg, übernahm dann dieses Geschäft 1968 und führte es bis zum Jahre 2013. Viele Jahre war dies sein Leben, zusammen mit seiner Frau Erika, die er 1954 heiratet. Das Geschäft lief damals gut, die Amerikaner liebten die Schwarzwälder Kuckucksuhren.

Was darunter litt, war die freie Zeit für Vereine, so verließ er nach über 30 Jahren als aktiver Musiker die Trachtenkapelle, auch seine aktive Zeit im Männergesangverein musste er aufgeben. Sechs Jahre war er im damals noch selbstständigen Nußbach im Gemeinderat tätig, auch dem damaligen Stiftungsrat gehörte er an. 2014 konnten Bruno und Erika Roth diamantene Hochzeit feiern. Drei Jahre später verstarb seine Frau.

Die Töchter Heidi und Gudrun kümmerten sich regelmäßig um ihn, auch wenn beide auswärts wohnen, sowie seine Schwester aus. St. Georgen. Nach nur kurzer Krankheit verstarb Bruno Roth, nachdem er noch Tage vorher auf seinen täglichen Spaziergang im Hintertal unterwegs war. Er wurde in aller Stille in Nußbach beigesetzt.

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