Auf dem Vereinsheim der Siedlergemeinschaft Kippenheim wurde Anfang 2025 die erste PV-Anlage im Rahmen der Solarinitiative installiert (von links): Susanne Hauser, Norbert Bürkle-Kaluscha, Johannes Weide, Frank Peter Rottenecker, Moritz Huber, Günter Fuchs, Martin Wenz, Michael Damian Matthias Gutbrod und Daniela Becker Foto: Volksbank Lahr

Die „Blackvrst Capital Management“, eine Tochter der Volksbank Lahr, wurde für ein Projekt zur Förderung von PV-Anlagen auf Vereins- und Kommunaldächer prämiert.

Die Volksbank Lahr gratuliert ihrer Tochtergesellschaft „Blackvrst Capital Management GmbH“ (BCM) zum Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Produkte 2026 im Transformationsfeld Klima. BCM wurde für das Produktkonzept „Solarinitiative“ ausgezeichnet, das erfolgreich mit der Volksbank Lahr pilotiert wurde.

 

„Diese Auszeichnung freut mich sehr – gerade im Jahr der Genossenschaften hat sie eine starke Symbolkraft: Nachhaltigkeit beginnt lokal und lebt von Gemeinschaft“, wird Peter Rottenecker, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Lahr, in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. Die Volksbank Lahr ermöglichte demnach 2024 ihren Mitgliedern eine direkte Beteiligung an der Energiewende durch das Finanzprodukt „Volksbank Lahr Solarpower“, das mit BCM unter Federführung von Geschäftsführer Johannes Weide entwickelt wurde.

Die eingeworbene Summe in Höhe von 1,25 Millionen Euro fließt laut Mitteilung zweckgebunden in die Umsetzung von Photovoltaikanlagen auf Vereins- und Kommunaldächern. Dadurch entsteht laut Pressemitteilung eine Win-Win-Win-Situation: Vereine und gemeinnützige Organisationen erhalten entweder eine Dachpacht für die kostenlos installierte Solaranlage oder kostengünstigen Ökostrom. Die Genossenschaftsmitglieder profitieren zudem von einem rentablen und nachhaltigen Investment. Zudem gewinnt die Region durch CO₂-Vermeidung und lokale Wertschöpfung, wie die Volksbank mitteilt. Die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreis würdige die Solarinitiative als beispielhafte Verbindung von Bürgerkapital, regionaler Wertschöpfung und messbarer Wirkung im Transformationsfeld Klima und Wertschöpfungskette.

Die Volksbank Lahr hat mit dem technischen Partner E-Werk Mittelbaden bislang sieben Photovoltaikanlagen auf Vereinsdächern im Geschäftsgebiet realisiert (siehe Info). Geplant ist, insgesamt rund 1 MWp Solarleistung zu installieren. Die restlichen Anlagen sollen bis Mitte 2026 fertiggestellt werden.

„Wir arbeiten bereits ganz konkret mit weiteren Volksbanken zusammen, um in deren Geschäftsgebieten weitere Solarinitiativen aufzulegen“, wird Weide zitiert. Dies sei laut Mitteilung der Aspekt, den die Jury des Nachhaltigkeitspreises in ihrer Wertung besonders hervorhebt: Das Modell der Solarinitiative sei skalierbar und übertragbar auf andere Regionen. Es zeige „eindrucksvoll, wie Genossenschaftsbanken mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft konkrete Beiträge zur Energiewende leisten können“. Was als Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Handeln in Lahr gestartet sei, solle schon bald als flächendeckender Impuls zur Energiewende beitragen, freut sich Rottenecker.

Das Projekt in Zahlen

Das Ziel der Solarinitiative der Volksbank Lahr ist laut Mitteilung die Installation von rund 1 MWp. Insgesamt werden 1,25 Millionen Euro in die lokale Energiewende investiert. 297 Mitglieder der Volksbank Lahr haben die Vermögensanlage „Volksbank Lahr Solar Power I“ gezeichnet. Insgesamt wurden bisher sieben PV-Anlagen auf regionalen Vereinsdächern installiert. Dies sind: Siedlergemeinschaft Kippenheim (40,5 kWp – Modell Dachpacht), Kippener Moorebätscher (18,0 kWp – Modell Dachpacht), TV Dinglingen (24,08 kWp – Modell Dachpacht), Reitverein Lahr (180 kWp – Modell Dachpacht), Liebenzeller Gemeinschaft (35,55 und 12,15 kWp – Modell Dachpacht und Eigenverbrauch) sowie FC Neuried (43,2 kWp – Modell Dachpacht).