Die Schaufenster von „Brillen Otte“ sind leer. Zum 1. Mai hat Walther Sebold sein Geschäft geschlossen. Foto: Roth

„Brillen Otte“ – Fachgeschäft für modische Sportbrillen – verlässt die Ebinger Innenstadt. Inhaber Walther Sebold zieht es auf die Kanareninsel Teneriffa. Ein weiterer Leerstand droht aber nicht: Ab 1. Juli öffnet mit „Little Sofi“ ein Secondhand-Laden für Kinder. Und bietet ein besonderes Konzept.

Vor 22 Jahren hatte Walther Sebold in bester Ebinger Lage, nämlich an der Ecke von Marktstraße und Grüngrabenstraße sein Optiker- und Brillenfachgeschäft „Brillen Otte“ eröffnet. 23 Jahre werden es nun nicht mehr: Am 1. Mai hat Sebold „Brillen Otte“ endgültig geschlossen. Grund für die Geschäftsaufgabe waren, wie er versichert, nicht etwa schlechte Geschäftszahlen, sondern seine Gesundheit: Walther Sebold geht in Frührente. Ihn zieht es – aus eben jenen gesundheitlichen Gründen – auf die Kanareninsel Teneriffa. „Das mediterrane Klima bekommt mir einfach besser.“

 

Das Gedankenspiel, den Laden aufzugeben, habe er schon seit Jahren, 0bwohl das Geschäft immer gut gelaufen sei. Die Kunden hätten die intensive Beratung und das Brillenangebot geschätzt, berichtet Sebold, und nicht wenige von ihnen sprächen von einer „Ära, die zu Ende geht“.

Inhaber Walther Sebold zieht es aus gesundheitlichen Gründen auf die Kanaren. Foto: Brillen-Otte

Die „Brillen Otte“-Kunden werden nun vom Optiker-Kollegen Bänsch übernommen. Sebold findet nur lobende Worte über seine Kollegen in der Ebinger Innenstadt: „Ein Konkurrenzdenken hat es nie gegeben. Wir haben uns immer gegenseitig geholfen.“ Auch zu den Augenärzten vor Ort sei das Verhältnis stets gut gewesen.

Leer sollen die bisherigenVerkaufsräume in besterLage nicht lange bleiben

Das Geschäft in der Marktstraße 2 hat er inzwischen fast vollständig ausgeräumt. Leer soll es allerdings nicht allzu lange bleiben. Jedes Ende bringt auch einen Neuanfang mit sich: Am 1. Juli wird in den bisherigen Räumen von „Brillen Otte“ – die Verkaufsfläche misst annähernd 70 Quadratmeter – „Little Sofi“ eröffnen, ein Secondhandladen für Babys und für kleinere Kinder.

Secondhandkleidung,ergänzt durch Spielwarenund Kinderbücher

Neben Kleinkindbekleidung von Größe 50 bis 104 wird „Little Sofi“ auch Spielzeug, Bücher und Schuhe anbieten. Darüber hinaus, weiß Sebold, wollen die neuen Inhaber auch „Coffee-to-go“ offerieren, damit die Kundschaft während der Erkundung des Angebots nicht auf dem Trockenen sitzt.

Walther Sebold ist zufrieden mit dieser Nachfolgelösung: „’Little Sofi’ wertet in seinen Augen die Einkaufslandschaft in der Ebinger Innenstadt ein gutes Stück auf. „Das war mir auch ein persönliches Anliegen.“ In den rund zweieinhalb Monaten bis zur Neueröffnung warten noch zahlreiche Umbaumaßnahmen in der Marktstraße 2 auf seine Nachfolger – wenn sie über die Bühne gehen, weilt er bereits in der Sonne von Teneriffa.