Auch von außen sind die Schäden an der Halle in Weigheim sichtbar. Nun soll die Sanierung vom Gemeinderat beschlossen werden. Foto: Marc Eich

Seit mehr als einem Jahr ist die Weigheimer Turn- und Festhalle aufgrund eines Wasserschadens geschlossen. Nun ist klar: Die Sanierung kostet mehr als zwei Millionen Euro.

Starkregen sorgte im Juni vergangenen Jahres für einen massiven Wasserschaden in der Weigheimer Turn- und Festhalle. Seitdem müssen sich örtliche Vereine Alternativen suchen. Nun haben sich Fachplaner die Schäden genau angeschaut, um eine umfassende Sanierung des Gebäudes voranzutreiben.

 

Aus einer Vorlage für den Technischen Ausschuss und dem Gemeinderat geht hervor, dass die Umsetzung des Projekts etwas mehr als zwei Millionen Euro in Anspruch nehmen wird. Den Großteil der Kosten übernimmt die Versicherung mit 1,25 Millionen Euro.

Der verbleibende städtische Eigenanteil von 770 374 Euro ist erforderlich, weil auch ältere, bereits vor dem Schaden vorhandene Mängel und Verschleißerscheinungen im Zuge der Sanierung behoben werden sollen. Dazu zählen insbesondere Arbeiten an der Gebäudeabdichtung, der Fassade sowie an Heizung, Sanitär und Elektroanlagen.

Die Stadt beauftragt das Ingenieurbüro Pardo aus Calw, das bereits im Auftrag der Versicherung tätig war, nun auch offiziell mit der Ausschreibung und Bauleitung. Die Projektkosten für das Ingenieurbüro belaufen sich auf rund 158 000 Euro, anteilig finanziert durch Stadt und Versicherung.

Bauzeit von über einem Jahr

Die Bauzeit wird auf zwölf bis 14 Monate geschätzt. Während dieser Zeit werden die Wiederherstellungskosten nach Angaben der Stadtverwaltung haushaltswirksam in den Jahren 2025 und 2026 verbucht. Eine Belastung des Ortsteilbudgets für Weigheim erfolgt nicht.

Eine Haftung Dritter für den ursprünglichen Schaden wurde bereits nach dem ersten großen Wasserschaden 2010 juristisch geprüft – ohne Aussicht auf Erfolg. Die Schäden sind inzwischen verjährt, heißt es in der Vorlage. Der Technische Ausschuss befasst sich am 15. Juli mit dem Thema, eine Entscheidung erfolgt im Gemeinderat am 23. Juli.