Bevor sie 2035 abgerissen wird, muss die Fußgängerbrücke am Orschweierer Bahnhof erst noch einmal saniert werden. Foto:  

Weil die Angebote zu hoch waren, werden die Baumaßnahmen in Orschweier neu ausgeschrieben.

Das Büro BIT-Ingenieure in Heilbronn soll die Sanierung der maroden Fußgängerbrücke am Bahnhof in Orschweier zum Angebotspreis von rund 81 000 Euro planen. Das hat der Gemeinderat der Stadt Mahlberg bei einer Enthaltung beschlossen. Im städtischen Haushalt 2025 sind für das Gesamtpaket der Sanierung 400 000 Euro eingestellt.

 

Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zur Sanierung des in die Jahre gekommenen Ingenieurbauwerks stammt aus dem Jahr 2022. Im Zuge der Ertüchtigung der Rheintalstrecke der Bahn auf Zuggeschwindigkeiten bis 250 Stundenkilometer sollte die Fußgängerbrücke im Zeitraum zwischen 2036 und 2041 dem Abrissbagger zum Opfer fallen. Der Kostenrahmen für die Komplett-Sanierung des Bauwerks lag seinerzeit bei knapp 665 000 Euro.

Im Rahmen einer Vor-Ort-Besichtigung hat die Deutsche Bahn der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass die Brücke schon 2035 entfernt werden soll und für die restlichen zwölf Jahre nicht derart aufwendig saniert werden müsse.

Sparvariante ist laut Planungsbüro ausreichend

Das Büro „Hampf Consult“ hat daraufhin sein Sanierungskonzept auf eine Sparvariante mit einer Kostenschätzung auf 290 000 Euro umgestellt und diese öffentlich ausgeschrieben. Da beide Angebote wesentlich über die im Haushalt 2024 eingestellten 310 000 Euro lagen (das niedrigste Gebot lag bei rund 460 000 Euro) hat der Rat im April 2024 die öffentliche Ausschreibung aufgehoben und beschlossen, den zeitlichen Ablauf zusammen mit dem Planungsbüro und der DB abzustimmen. Da laut Beratungsunterlage eine weitere Detailabstimmung mit „Hampf Consult“ nicht mehr möglich war, hat die Verwaltung mit dem Büro „BIT“ in Heilbronn Kontakt aufgenommen, das eine schnelle Umsetzung des Projekts zugesagt hat. Die Arbeiten für die abgespeckte Sanierungsvariante werden zeitnah neu ausgeschrieben.