Die Volksbank in Alpirsbach wurde das Ziel von Verbrechern. Foto: Beyer

Gleich zwei Geldautomaten waren am Mittwochmorgen in Alpirsbach das Ziel von Automatenknackern. Neben der Sparkasse war auch die Volksbank betroffen. Für die Bankkunden könnte das nun bald unerfreuliche Folgen haben.

Die Täter kamen am frühen morgen. Zwischen 4.15 Uhr und 4.30 Uhr machten sie sich an den Geldautomaten in der Sparkasse und in der Volksbank in Alpirsbach zu schaffen. Ob dabei auch Sprengstoff zum Einsatz kam, ist weiterhin unklar.

 

Zwei Tage danach äußerst sich nun die Volksbank zu dem Vorfall. Auch wenn auf den ersten Blick an dem betroffenen Automaten kaum Schäden zu entdecken sind, ist das Gerät wohl nicht mehr zu reparieren. „Der Automat ist außer Gefecht und wird schnellstmöglich ausgetauscht“, erklärt eine Sprecherin der Volksbank.

Und das geht offenbar ins Geld. Die Schadenshöhe bewegt sich laut Angaben der Bank im fünfstelligen Bereich. „Der materielle Schaden ist sehr ärgerlich“, meint die Sprecherin. Doch immerhin: Wie bei der Sparkasse wurde auch bei der Volksbank kein Geld gestohlen.

Tür nicht abgeschlossen

Die Sparkasse geht davon aus, dass die Täter gestört wurden und deshalb erfolglos blieben. Die Volksbank hingegen nennt einen anderen Grund: „Unsere Automaten sind mit den neuesten Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet, die es überhaupt gibt“, sagt die Sprecherin. „Und die haben auch sehr gut gegriffen.“

In anderer Hinsicht hatten die Täter bei der Volksbank aber leichtes Spiel. Denn während die Tür der Sparkasse nachts abgeschlossen ist und die Automatenknacker diese mit Gewalt öffnen mussten, war die Tür zum Vorraum der Volksbank nicht verschlossen. So konnten die Diebe ungehindert an die Automaten gelangen.

„Auch dieser Vorfall bestätigt uns in den ergriffenen Maßnahmen wie Nachtschließungen von Selbstbedienungsbereichen, den Einbau von Färbesystemen in den Geldautomaten sowie weiteren Sicherungsmaßnahmen“, schreibt die Sparkasse nach der Tat auf eine Anfrage unserer Redaktion.

Daher verwundert es nicht, dass nun auch die Volksbank darüber nachdenkt, ihre Filialen nachts abzuschließen. „Was wir dringend diskutieren werden, ist die Überprüfung der Automatenstruktur“, kündigt die Sprecherin an. „Auch Konzepte wie nächtliche Schließungen werden wir in Betracht ziehen.“ Allerdings sei noch nichts entschieden: „Das ist noch nicht spruchreif. Aber wir werden darüber diskutieren müssen.“

Dass künftig einsam gelegene Automatenfilialen gänzlich geschlossen werden, ist hingegen wohl nicht zu befürchten. Das stünde aktuell nicht zur Debatte, versichert die Volksbank.