Mark Flekken darf sich dreimal im SC-Kasten beweisen. Foto: Vennenbernd

Der Motivation von Torhüter Mark Flekken kann sich Freiburgs Trainer Christian Streich vor dem Saisonendspurt wohl gewiss sein. Monatelang hatte der 27 Jahre alte Niederländer wegen seiner schweren Ellenbogenverletzung nur zugeschaut, im Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr/DAZN) beim 1. FC Köln wird Flekken nun sein Saison-Debüt geben.

Beim 0:3 bei Hertha BSC im Nachholspiel am Donnerstagabend zählte Flekken noch nicht zur Mannschaft. Nach dem enttäuschenden Auftritt hatte Streich seine Mannschaft kritisiert, drückte sich aber am nächsten Nachmittag anders aus.

Ist die Luft raus?

"Ich glaube nicht, dass die Mannschaft wirklich Druck braucht", sagte der 55-Jährige am Freitag. Seine Aussage im Berliner Olympiastadion hatte sich noch etwas anders angehört. "Es ist sehr enttäuschend, weil die Situation eigentlich gut war für uns. Wir hatten nicht den ganz großen Druck. Offensichtlich brauchen wir mehr Druck, damit die Spieler auch an die Leistungsgrenze gehen können", hatte Streich nach der klaren Niederlage gegen die umgekrempelte Hertha kritisiert. Auch gegen die wie die Berliner im Abstiegskampf steckenden Kölner hat der SC Freiburg nun wieder wenig Druck. Tabellarisch geht es für die Badener in den verbleibenden drei Spielen der Saison in der Fußball-Bundesliga um nicht mehr viel. Mit dem unmittelbaren Abstiegskampf hatten die Breisgauer nichts zu tun, weil es lange eine "eigentlich zufriedenstellende und ordentliche Saison war", wie Streich bilanzierte.

In allen drei Spielen soll Flekken sich nun noch einmal präsentieren können. Nach nur wenigen Einsätzen für die zweite Mannschaft der Freiburger mangelt es ihm an Wettkampfpraxis auf Bundesliga-Niveau. Der Torwart war eigentlich als Nummer eins eingeplant gewesen, als Ersatz nach seiner schweren Verletzung war dann die Mainzer Leihgabe Florian Müller eingesprungen. "Er ist wieder soweit, jetzt wollen wir ihm die drei Spiele geben. Das ist mit den anderen Torhütern abgesprochen", erklärte Streich.

"Schreckliche" Gegentore

Über weitere Änderungen in der Startelf im Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten denkt der Coach zumindest nach. Schließlich hatte er in Berlin "zwei schreckliche" Gegentore gesehen und ein Verhalten, das er sich selbst nur schwer erklären konnte.

Gegen Abstiegskandidaten tun sich die Breisgauer schon länger schwer. In Mainz und auch in Bielefeld hatten die Freiburger in den vergangenen Wochen jeweils mit 0:1 verloren. Seit dem 28. Februar und dem 2:1 in Leverkusen wartet der Sport-Club schon auf einen Auswärtssieg.

"Wir wollen am Sonntag in Köln schon zeigen, dass wir es besser machen können", kündigte Streich an. Denn um schon an das Saisonende zu denken, dafür ist Streich noch zu motiviert.

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