Ein Haus in Flammen, eine Schwerverletzte und eine Festnahme wegen des Verdachts der versuchten Tötung: Der Schrecken über die Ereignisse vom 15. Februar in Sulz sitzt tief. Für die Verletzte wird nun Geld gesammelt. Derweil brodelt die Gerüchteküche.
Der mutmaßliche Täter, ein 41-jähriger Mann, der bei der Polizei kein Unbekannter ist, sitzt aktuell in einer Justizvollzugsanstalt. Er wird der versuchten Tötung verdächtigt.
Der Mann soll seine 72-jährige Mutter am 15. Februar schwer verletzt und dann aktuellen Erkenntnissen nach mithilfe von Benzin das Haus in der Montendre-Straße in Brand gesteckt haben. Der Einsatz rief rund 90 Feuerwehrkräfte auf den Plan. Der 41-Jährige wurde nach einer Fahndung noch am Tattag durch die Polizei festgenommen.
„Brutal attackiert“
Die Seniorin konnte nach den Schlägen des Sohns fliehen und Hilfe bei einem Nachbarn suchen. Später wurde sie von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
Die Frau sei „von ihrem eigenen Sohn brutal attackiert und schwer verletzt“ worden, schreibt die Sulzerin Melanie Celik, die nun eine Spendenaktion für die 72-Jährige gestartet hat.
„Leider hat sie durch dieses Ereignis ihr Zuhause und all ihre Habseligkeiten verloren. Um ihr den Weg zurück in ein normales Leben zu erleichtern, möchten wir als Gemeinschaft zusammenkommen und sie unterstützen. Jeder Beitrag, egal in welcher Höhe, ist wertvoll und zeigt, dass sie nicht allein ist“, schreibt Celik.
Mehr als 6000 Euro
Stand Sonntagnachmittag, 23. Februar, sind bereits etwas mehr als 6000 Euro von 125 Spendern zusammengekommen. Momentan liege die Frau im Krankenhaus und erhole sich langsam von den Folgen dieser schrecklichen Tat, heißt es in der Beschreibung der Spendenaktion.
Unter vorgehaltener Hand in Sulz wird erzählt, es sei mit brachialer Gewalt auf die Seniorin eingewirkt worden. Sie habe mehrere Brüche davongetragen, und es sei noch ungewiss, ob und wie schnell sie sich davon erholen werde.
Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich aus Ermittlungsgründen zum Gesundheitszustand der Seniorin ebenso bedeckt wie zu Details der Tatnacht, während die schreckliche Tat in Sulz weiter Stadtgespräch ist. Immer wieder tauchen weitere Berichte aus der Bevölkerung auf.
So will jemand den 41-Jährigen dabei gesehen haben, wie dieser sich mit einem Bollerwagen mit zwei Kanistern Benzin an den Bahngleisen entlang auf den Weg zum Wohnhaus gemacht habe.