Armin Laschet machte sich in Hagen ein Bild von der Katastrophe. Foto: AFP/INA FASSBENDER

Angesichts der Hochwasser-Katastrophe in Teilen Deutschlands hat CDU-Chef Armin Laschet weltweit mehr Tempo beim Klimaschutz gefordert.

Berlin - Als Konsequenz aus der Hochwasser-Katastrophe im Westen Deutschlands hat Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) eine schnellere Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen gefordert. Die Häufung von Starkregen- und Hitzeepisoden sei „verbunden mit dem Klimawandel“, sagte Laschet am Donnerstag bei einem Besuch in der besonders vom Hochwasser betroffenen Stadt Hagen. „Das bedeutet, dass wir bei den Maßnahmen zum Klimaschutz mehr Tempo brauchen - europäisch, bundesweit, weltweit“, fügte er hinzu.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Schaulustige behindern Rettungskräfte im stark betroffenen Schuld

Laschet hatte zuvor den Ort Altena besucht, wo die Fluten schwere Schäden angerichtet hatten. In Hagen beriet er mit dem Krisenstab. Einen für Donnerstag geplanten Besuch bei der Schwesterpartei CSU in Bayern hatte er abgesagt.

Krise im Vordergrund

Aus politischen Auseinandersetzungen im Bundestagswahlkampf will sich der CDU-Chef nach eigener Aussage nun zunächst heraushalten. „Alle diese parteipolitischen Fragen müssen zurückstehen, wenn eine solche Krise eintritt“, sagte er. „Das Wichtigste ist, jetzt zu helfen.“

Lesen Sie aus unserem Angebot: Unser Newsblog zur Unwetterlage

Laschet beteuerte, im Wahlkampf kein Kapital aus der Flutkatastrophe herausschlagen zu wollen. Es gehe ihm nun nicht darum, „Bilder zu erzeugen - das ist eine zu ernste Lage“, sagte er. Die Überschwemmungsgebiete besuche er ausdrücklich in seiner Eigenschaft als NRW-Ministerpräsident: „Jeder Ministerpräsident, der sein Amt ernst nimmt, ist in einem solchen Moment bei den Menschen vor Ort.“

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: