Nachdem ein Autofahrer am Sonntagabend eine Blitzersäule an der Zeyher-Kreuzung in Althengstett beschädigt hat, wurde das Gerät entfernt. Das Landratsamt erklärt, wie es nun weitergeht.
Sonntagabend, 9. November, gegen 22.20 Uhr. Ein Autofahrer in einem weißen Mercedes ist auf der L 183 von Ostelsheim kommend unterwegs in Richtung des Kreisverkehrs in Althengstett.
Direkt nach der Zeyher-Kreuzung, wo L 183 und K 4308 aufeinandertreffen, kommt er von der Fahrbahn ab – und rammt mit der vorderen rechten Seite des Wagens den dort aufgebauten stationären Blitzer.
Der Fahrer flüchtet. Zurück bleibt ein geschätzter Schaden im fünfstelligen Bereich.
Polizei sucht weiter den Fahrer des weißen Mercedes’
Das berichtete das Polizeipräsidium Pforzheim in dieser Woche in einer Mitteilung. Der Verursacher wurde bislang noch nicht gefunden.
„Derzeit liegt kein konkreter Tatverdacht vor. Die Ermittlungen des Polizeireviers Calw dauern an“, erklärte Benjamin Koch, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Pforzheimer Präsidium, am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion.
Die Polizei sucht gegenwärtig Zeugen, die den Unfall beobachten konnten oder denen der beschädigte weiße Mercedes aufgefallen ist. Diese werden gebeten, sich beim Polizeirevier Calw unter der Telefonnummer 07051/1 61 35 11 zu melden.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Laut Paragraf 142 des Strafgesetzbuches drohen bei diesem Tatbestand bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.
Nicht zuletzt könnte auch der Schaden selbst den Unfallverursacher teuer zu stehen kommen. Denn bei einer Unfallflucht holt sich die Kfz-Haftpflichtversicherung, die die Kosten übernimmt, in der Regel einen Teil des Geldes zurück.
Wie groß der Schaden tatsächlich ist, dazu kann das Landratsamt Calw, dem das Gerät gehört, aktuell noch nichts Genaues sagen. Fest steht: „Die Anlage ist nicht mehr funktionsfähig“, erklärte Sprecherin Mara Müssle auf Anfrage unserer Redaktion. Und „die Säule an sich ist vermutlich nicht mehr zu reparieren“.
Die eingesetzte Kamera sowie der Blitz würden zunächst an die Herstellerfirma geschickt; „dort wird dann geprüft, ob die Kamera und der Blitz beschädigt sind beziehungsweise ob eine Reparatur möglich ist“, führt Müssle weiter aus. „Erst wenn uns diese Ergebnisse vorliegen, kann eine Aussage über die Schadenshöhe gemacht werden.“
Ob Blitzer wiederkommt, scheint fraglich
Noch keine Auskunft gibt es entsprechend auch zur Frage, wie schnell das Gerät wieder einsatzbereit sein kann. Unklar ist jedoch, ob es überhaupt wieder an seinem ursprünglichen Ort seinen Platz findet – oder ob es dort künftig vielleicht keinen stationären Blitzer mehr gibt.
„Ob an dieser Stelle erneut eine Säule aufgestellt wird, müssen wir noch prüfen“, berichtet die Sprecherin.
Generell sei an dieser Anlage in der Regel nur eine geringe Anzahl von Verstößen festgestellt worden – „hier ging es primär darum, einen Unfallschwerpunkt zu entschärfen“, so Müssle.