Die schwere Garagentür quietscht und klemmt, sie muss mühsam aufgewuchtet werden. Das Aus- und Einparken ist Millimeterarbeit.
Doch bald gibt es Abhilfe durch den Umzug nach Hardt. Simon Osterkamp, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins Schramberg, und Ortsvereinsvorsitzender Michael Moosmann informieren darüber, wie es danach in Schramberg weitergeht.
„Ein Glücksgriff“, sagt Osterkamp, sei die neue Fahrzeughalle in Hardt für den Ortsverein. In Schramberg habe man lange nach einer Alternative gesucht, sei aber nicht fündig geworden. Bis April müssen die Fahrzeuge dort weg sein – unter anderem auch, weil das im gleichen Gebäude untergebrachte Stadtarchiv erweitern werden soll. Ein Teil ist schon umgezogen – auch aus dem DRK-Büro im Grafenweg – ein weiterer Teil soll nach der Fasnet folgen, sagt Moosmann.
Hintereinander eingeparkt
Wie ungeschickt der aktuelle Standort ist, zeigt ein Kuriosum: Die Fahrzeuge müssen in den Garagen hintereinander eingeparkt werden. Wird das hintere Fahrzeug benötigt, muss erst das vordere ausgeparkt werden. In einem Ernstfall kann hier wertvolle Zeit verloren gehen.
Da kommt die neue Fahrzeughalle und das Betriebsgebäude in Hardt gerade recht. Diese wurden früher von der Firma Gerüstbau Heil in der Pfarrer-Langenbacher-Straße genutzt, dann vom DRK-Ortsverein Schramberg übernommen und ausgebaut. Dort können die Fahrzeuge für Zugführer oder Krankentransportwagen – vier an der Zahl – problemlos untergestellt werden. Das lästige Umparken und die Millimeterarbeit entfällt.
Rettungswache bleibt
Ganz wichtig: Nicht betroffen vom Umzug ist die DRK-Rettungswache in der H.A.U, informiert der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Michael Moosmann. Dort sind die hauptamtlichen Mitarbeiter des DRK nach wie vor im Einsatz, um bei zeitkritischen Notfällen sofort auszurücken. Die „Helfer vor Ort“ werden wie gehabt im Einsatz sein. Auch die Fundgrube des DRK bleibe an der Steige. „Die Menschen werden wenig vom Umzug merken“, beruhigt der Vorsitzende.
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK-Ortsvereins hingegen leisten beispielsweise Einsätze bei der Fasnet, bei Dorf- oder Stadtfesten, aber auch beim Ringen oder dem Megatrail. „Das entlastet den Rettungsdienst“, sagt Simon Osterkamp.
Einweihung in Hardt
Im neuen Gebäude in Hardt werden künftig beispielsweise Erste-Hilfe-Kurse angeboten. Auch die Sozialräume und Küche wurden neu gebaut.
Der Umbau geht auf die Zielgerade. Die Verkleidung der Außenwand ist einer der letzten Akte. Vor den Sommerferien soll das neue DRK-Gebäude in Hardt feierlich eingeweiht werden.
Die Garagen in Schramberg gehen zurück an die Stadt als Besitzerin. Die bisherigen DRK-Räumlichkeiten im Grafenweg sind zu vermieten.